Mahnwache Nummer Sieben – die Erste in 2024

Strömenden Regen sind wir inzwischen gewohnt. Aber der starke Wind zwang uns diesmal, unsere Mahnwache im Schutz des Löwencenters abzuhalten. Der Eigentümer hatte uns hierzu sehr kurzfristig die Genehmigung erteilt.
Diesmal mussten wir 129 Namen verlesen. Unser Gast war heute Elis M. von der jüdischen Hochschulgruppe der Uni Bonn. In ihrer Rede betonte sie die Bedeutung des Staates Israel für die Jüdinnen und Juden in der ganzen Welt. Unterbrochen wurde unsere kleine Kundgebung von den üblichen Einwänden, die Hamasleute seien Freiheitskämpfer und ähnlichem Zeug. Die Polizei konnte die Situation klären.

Elis‘ Rede hier in der Niederschrift:

Liebe Petra, herzlichen Dank, dass ich heute sprechen darf.

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Sechste Mahnwache – die letzte in diesem Jahr

So traurig der Anlass für unsere sechste Mahnwache in der Bergisch Gladbacher Innenstadt auch ist – kleine Zeichen der Solidarität freuen uns natürlich sehr. So erhielt unsere Vorsitzende Petra Hemming von einer fremden Dame, die unsere Mahnwache schon öfter gesehen hatte, ein kleines Blümchen überreicht.

Am Rande der Veranstaltung gab es die üblichen Schmähungen, an die wir uns inzwischen gewöhnt haben. Aber sie sind auch symptomatisch dafür, was auch das Thema des heutigen Vortrages von Martin Verleger war, nämlich die Haltung eines Teils der deutsch-muslimischen Bevölkerung, die durch Aktivitäten der islamischen Dachverbände zum Teil gegen Israel und seine Freunde eingenommen wird. Martin Verleger forderte ein Überdenken der Zusammenarbeit mit den Verbänden durch die Politik. Den Rat der Stadt forderte er auf, die Anti-BDS-Erklärung innerhalb der nächsten 60 Tage zu beschließen. Damit wären die Nutzung öffentlicher Gebäude und Einrichtungen durch diese antisemitische Organisation in Bergisch Gladbach unmöglich.

Gemeinsam für Menschlichkeit – Benefizkonzert der Berliner Philharmoniker, 20.12.23

Efrat Machikawa war mit ihrer Tochter nach Berlin gekommen und hielt eine sehr bewegende und ebenso persönliche Rede, gewidmet ihrem Onkel Gadi Moses aus dem Kibbuz Nir Oz, der unter den Geiseln im Gazastreifen ist. Efrat fragt sich, ob er seit dem 7. Oktober jemals  Tageslicht gesehen hat? Bekommt er die Medikamente, die er benötigt? Wissen die Terroristen, was Gadi in seinem Leben geleistet hat und wie vielen Menschen weltweilt er dabei geholfen hat, eine sichere, eine bessere Zukunft aufzubauen? Efrat Machikawa hofft, dass es ihr irgendwann gelingen wird, wieder Vertrauen zu schenken und an die Menschlichkeit zu glauben. Seit dem 7. Oktober ist beides zerstört. 

Im Kibbuz Nir Oz ist jeder vierte Bewohner verschleppt, ermordet oder verletzt worden. Ein Kibbuz mit vielen Friedensaktivisten, die regelmäßig kranke Palästinenser zu medizinischen Behandlungen in die umliegenden israelischen Krankenhäuser fuhren und die sich für ein gleichberechtigtes und nachbarschaftliches Verhältnis zu den Palästinensern einsetzten.

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5. Bergisch Gladbacher Mahnwache

Die Verhandlungen um die Freilassung der Geiseln, die am 7.10. aus Israel nach Gaza verschleppt wurden, sind zum Stillstand gekommen.

Bei der fünften Bergisch Gladbacher Mahnwache am 19. Dezember 2023 mussten wir wieder daher 130 Namen verlesen, darunter den des kleinen Kfir Bibas, der mit seinen 11 Monaten die jüngste der Geiseln ist.

Die Mahnwache fand im strömenden Regen statt, trotzdem hatten einige Bürgerinnen und Bürger den Weg gefunden und uns ermutigt, weiterzumachen.

4. Gladbacher Mahnwache und Chanukkaleuchten

Zur vierten Mahnwache für die Geiseln in Gaza trafen sich am 12. Dezember wieder Vertreterinnen und Vertreter des GTV und Bürgerinnen und Bürger aus Bergisch Gladbach in der Fußgängerzone. Seit der letzten Mahnwache eine Woche zuvor gab es in der Geiselfrage keinen Fortschritt. Lediglich zwei weitere Tote wurden an die Behörden in Israel übergeben, womit immer noch ca. 130 Menschen in der Gewalt der Terroristen sind. Deren Namen wurden erneut verlesen.

Bei seiner Ansprache betonte Roman Salyutow erneut das mangelnde Engagement der internationalen Organisationen, insbesondere der Vereinten Nationen, die das Selbstverteidigungsrecht Israels nach wie vor negieren.

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Dekels Mutter ist tot – der Kibbuz Nir Oz ist in tiefer Trauer

Maya Goren ist tot. Die Mutter von Dekel Goren, die wir bei der Liveschaltung aus dem Kibbuz Nir Oz am 9. November anlässlich unseres Konzertes im Bergischen Löwen hören konnten, wurde für tot erklärt. Sie gehörte zu den 240 Verschleppten.

Die 56jährige Mutter von vier Kindern hatte den Kindergarten in Nir Oz aufgebaut und geleitet. Ihr Mann Avner (56) wurde bei den Angriffen der Hamas erschossen.

Wie unsere Freundin Efrat Machikawa, Sprecherin des Kibbuz im Süden Israels, dem Ganey-Tikva-Verein am 1. Dezember 2023 mitteilte, wurde Maya in der Gefangenschaft der Hamas getötet. Dekel und ihre drei Brüder, die sich zurzeit in der Nähe von Eilat aufhalten, sind nun ohne Eltern. Der Kibbuz gab bekannt, dass mit Aryeh Zalmanovich (85) der älteste der 240 Geiseln ebenfalls ermordet worden sei. Mit Ronen Engel (54) starb ein weiterer Bewohner von Nir Oz in der Hand der Geiselnehmer.

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