Leben in Israel nach dem 7. Oktober 2023 - Vortrag von Yair Jablinowitz
Yair Jablinowitz ist Major der Reserve in der IDF, Familienvater und hat einen Zivilberuf. In einem Vortrag im Rathaus in Bergisch Gladbach berichtete er von Alltagsleben in Israel, von der Zivilgesellschaft und den Werten, denen sich die IDF verschrieben hat.
Moderiert wurde die Veranstaltung von Paushali Lass ist eine in Deutschland (Düsseldorf) lebende geopolitische Beraterin, Autorin und Gründerin des kulinarischen Erlbeniskonzeptes „The Mustard Table“.
Drei Jahre danach - Erinnerungen an den 7. Oktober 2023
Drei Jahre nach dem schlimmsten Verbrechen an Jüdinnen und Juden seit der Shoah erinnerte der Ganey-Tikva-Verein im Rahmen einer Mahnwache an die Ereignisse des 7. Oktobers 2026. Im Mittelpunkt des Gedenkens standen die Opfer aus dem Kibbuz Nir Oz. Nir Oz hatte mit 47 Ermordeten und 76 Verschleppten den höchsten Blutzoll zu tragen. Etwa 40 Menschen waren gekommen, um des Grauens zu gedenken.
In ihrer Rede erinnerte Petra Hemming nicht nur an das Leid der israelischen Bürgerinnen und Bürger. In Nir Oz starben auch Menschen aus Tansania, Vietnam und anderen Ländern. Einige der Bewohner von Nir Oz hatten auch die deutsche Staatsbürgerschaft.
Petra stellte die Gesamtlage in Nahost in den Zusammenhang mit dem 7. Oktober: Die Terroristen haben ebenfalls Elend und Tod über die Menschen in Gaza gebracht und die gesamte Region in Unsicherheit gestürzt.
Ein besonderer Moment war die Verlesung der Namen der Verschleppten und Ermordeten durch Mitglieder des Ganey Tikva-Vereins.
Die Veranstaltung verlief in einem würdigen Rahmen, sehr ruhig und weitestgehend ohne Störungen. Die Polizei Bergisch Gladbach hat wieder einmal einen guten Job gemacht.
Unmittelbar im Anschluss an die Mahnwache fand im Rathaus eine weitere Veranstaltung ab, in der Major der Reserve Yair Jablinowitz von der IDF über das tägliche Leben in Israel nach dem 7. Oktober 2026 vortrug.
Mehr als 100 Gäste feierten in Bergisch Gladbach ein besonderes Jubiläum
Der Ganey Tikva-Verein feiert sein 10+1jähriges Engagement für Israel und gegen Antisemitismus
Ein Jahr später als ursprünglich geplant feierte der Ganey–Tikva–Verein e.V. am letzten Wochenende sein zehnjähriges Bestehen. Aus dem Jubiläum wurde ein „10+1“: Im vergangenen Jahr hatten die Verantwortlichen angesichts der seinerzeit noch in Gaza festgehaltenen Geiseln bewusst auf eine Feier verzichtet. Nun kamen mehr als 100 Gäste zusammen, um elf Jahre erfolgreiche Vereinsarbeit zu würdigen.
Die Vorsitzende Petra Hemming begrüßte die Gäste und erinnerte an die Entwicklung des Vereins, der seit Juni 2015 besteht. Sie beschrieb die zahlreichen Vereinsaktivitäten und -initiativen für die deutsch-israelische Freundschaft, ein faires Israelbild und gegen Antisemitismus. Zu den Ehrengästen gehörten Caroline Bosbach MdB, Arye Shalicar, u.a. Major der Reserve der IDF, Yoram Ehrlich, Präsidiumsmitglied der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, sowie Dr.Johannes Platz, Vorsitzender der Kölner Arbeitsgruppe der Deutsch-Israelischen Gesellschaft.
Besonders begrüßt wurden ebenfalls zahlreiche Mitglieder israelsolidarischer Vereine aus ganz Deutschland. Zu den Ehrengästen gehörten Caroline Bosbach MdB, Arye Shalicar, u.a. Major der Reserve der IDF, Yoram Ehrlich, Präsidiumsmitglied der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, sowie Dr.Johannes Platz, Vorsitzender der Kölner Arbeitsgruppe der Deutsch-Israelischen Gesellschaft. Besonders begrüßt wurden ebenfalls zahlreiche Mitglieder israelsolidarischer Vereine aus ganz Deutschland.
In seiner Rede betonte Arye Shalicar, selbst Mitglied des GTV, der Verein sei für ihn seit vielen Jahren Inspiration und Motivation, selbst als Brückenbauer zwischen Deutschland und Israel tätig zu sein: „Die Solidarität mit Israel wird hier wahrhaftig gelebt“. Dies führte Yoram Ehrlich weiter aus: er bezeichnete den Verein als besonderes Beispiel dafür, wie deutsch-jüdische und deutsch-israelische Freundschaft gelebt werden können. Besonders hob Ehrlich den Schwesterverein Solidaritätspartnerschaft Bergisch Gladbach – Nir Oz hervor. Dieser unterstützt tatkräftig den am 7. Oktober fast vollständig zerstörten Kibbuz Nir Oz finanziell und mit Volontären vor Ort beim Wiederaufbau. Auch Dr. Johannes Platz gratulierte zum Jubiläum und unterstrich die Bedeutung der Vereinsarbeit gerade in schwierigen Zeiten, in welchen der vormals latente Antisemitismus offen ausgelebt wird und sich gegen die hier lebenden Juden und Israel richtet.
Von allen Rednern wurde das unermüdliche Engagement der Vorsitzenden Petra Hemming gewürdigt. Sie selbst gab das Lob an die Vereinsmitglieder weiter und betonte, dass die erfolgreiche Arbeit nur gemeinsam möglich sei. Sie wurde von ihren Mitstreiterinnen und Mitstreitern mit einem großen Blumenstrauß geehrt.
Die geplante Auszeichnung für die bekannte Berliner Politikerin Karoline Preisler für ihren unerschrockenen israelsolidarischen Einsatz auf propalästinensischen Demonstrationen konnte aus technischen Gründen nicht stattfinden. Arye Shalicar würdigte sie in einer Ansprache, in der er ihr mutiges Engagement hervorhob. Die Auszeichnung für Karoline Preisler wird am 7. Oktober bei der Eröffnung der Fotoausstellung über den Terrorüberfall der Hamas im Deutschen Bundestag nachgeholt werden.
Für einen musikalischen Höhepunkt sorgte Professor Igor Epstein, der virtuos mit jüdischer und israelischer Musik das Publikum begeisterte. Anschließend wurde zu israelischer Popmusik getanzt und gefeiert.
Vier Saiten für die Zukunft - Hilfe aus Bergisch Gladbach für ein israelisches Geigentalent
Ganey-Tikva-Verein unterstützt gemeinsam mit dem Förderverein des Sinfonieorchesters Bergisch Gladbach eine sehr talentierte, zwölfjährige Geigerin aus Haifa.
Der GTV veröffentlicht die gemeinsame Pressemitteilung beider Vereine.
10. Juli 2026 - Tag der Solidarität mit Juden und Israel in Köln
Der 10. Juli wird sich als Tag der Solidarität mit Israel und den Juden in Deutschland etablieren. Über 100 Teilnehmer kamen zum Chlodwigplatz in der Kölner Innenstadt. Wir werden diese Initiative auch in Zukunft mittragen.
Pressemitteilung des Ganey-Tikva-Vereins e. V. zum Thema Rassismus in Bergisch Gladbach
Bergisch Gladbach, 02.07.26 Rassistische und antisemitische Vorfälle in Bergisch Gladbach
Mit Bestürzung und Abscheu nehmen wir, der Ganey-Tikva-Verein, die Berichte über die jüngsten rassistischen Vorfälle in Bergisch Gladbach zur Kenntnis.
Wir verurteilen jede Form von Rassismus und erklären uns solidarisch mit den Betroffenen. Der Ganey-Tikva-Verein hat Mitglieder in verschiedenen Ländern. Viele unserer deutschen Mitglieder haben einen Migrationshintergrund und sind selbst von Rassismus betroffen. Wir sind ein säkularer Verein. Unsere Mitglieder gehören unterschiedlichen Religionsgemeinschaften an oder sind religionslos. Wir haben jüdische und nichtjüdische Mitglieder und wir stehen für Vielfalt und Toleranz.
Neben dem Rassismus wächst auch der Antisemitismus in Bergisch Gladbach. Bei unserem Einsatz für das Existenzrecht Israels und jüdisches Leben in Deutschland erleben wir den zunehmenden Judenhass auf den Straßen unserer Stadt. Nach dem 7. Oktober 2023 hielten wir in der Innenstadt rund 90 Mahnwachen ab, um an die Geiseln in der Gewalt der Hamas zu erinnern. Bei nahezu jeder Mahnwache wurden wir antisemitisch beschimpft. Uralte antijüdische Ressentiments treten offen zutage. Wir wurden vielfach als Kindermörder verleumdet. Teilnehmerinnen unserer Mahnwachen wurden vulgär sexistisch beleidigt. Wir wurden in unserer Stadt für unerwünscht erklärt.
Der Antisemitismus, insbesondere der auf Israel bezogene, wird in Bergisch Gladbach immer bedrohlicher. Vermeintliche Fehler der israelischen Regierung werden allen Jüdinnen und Juden angelastet. Der antisemitisch motivierte Hass auf den jüdischen Staat trifft jüdische Menschen auch in unserer Stadt. In dieser bedrohlichen Atmosphäre haben unsere jüdischen Mitglieder zunehmend Angst, ihre Identität zu zeigen.
Wir bieten allen Gruppen und Vereinen in Bergisch Gladbach Zusammenarbeit an im Einsatz gegen Rassismus und Antisemitismus.
Ihr Ansprechpartner: Vorsitzende Petra Hemming
Sitz des Vereins: Am Kuhlerbusch 17a, 51469 Bergisch Gladbach
Mobil 0170/3555968 www.ganey-tikva-verein.de petra.hemming@gmail.com
Am 9. Juni haben wir erneut unsere Solidarität mit Israel unterstrichen: ohne Ansprachen oder Musik haben wir allein mit der israelischen Flagge deutlich gemacht, wo wir stehen.
Selbstverständlich ging es auch diesmal nicht ohne Beschimpfungen, seltsame Fragestellungen und einer jungen Mutter, die ihrem kleinen Kind an der Hand sagte: ruf doch einmal free Palestine!
Zu Gesprächen über Fakten, seriöse Nachrichtenquellen und ermordete Kinder am 7. Oktober war keiner der Pöbler bereit.