Jüdisches Leben gestalten

Soweit wir wissen, hat es in Bergisch Gladbach nie eine jüdische Gemeinde gegeben. Die geographische Nähe zu Köln lässt vermuten, dass die jüdischen Familien, die in Bergisch Gladbach lebten, sich dorthin orientierten.

Der Ganey-Tikva-Verein entwickelte sich in den letzten Jahren immer mehr zu einem verlässlichen und kompetenten Ansprechpartner für Juden und Jüdinnen, die in der Region leben und mit unserer organisatorischen Unterstützung viele Veranstaltungen u.a. zu den jüdischen Feiertagen organisieren. Wir freuen uns, dass wir das Erwachen Jüdischen Lebens in der Stadt Bergisch Gladbach unterstützen können.

Wir verankern jüdisches Leben als selbstverständlichen Teil der stadt-gesellschaftlichen Diversität. Dazu gehören mehrere öffentliche Kabbalat Shabbat, Chanukka-Feiern, ein erster Pessach-Seder in 2024 und eine Purim-Party, bei denen religiöse, säkulare und Nicht-Jüdinnen*Juden zusammenkamen.

Pessah

Erstmalig haben wir im April 2024 einen Seder gemeinsam gefeiert – in großer Runde. Hintergrund ist der Auszug des jüdischen Volkes aus Ägypten und die Befreiung von Sklaverei und Unterdrückung. Immer noch sind Geiseln in der Hand der Hamas. Als Erinnerung daran steht an der großen Tafel das Bild einer Geisel, stellvertretend für alle anderen. Wir lesen die Haggada reihum, in Deutsch, Russisch und Hebräisch.

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Chanukka

Im Jahr 2020 werden in Bergisch Gladbach erstmalig öffentlich Chanukkakerzen angezündet. Dr. Roman Salyutov entzündet die Kerzen auf dem Konrad-Adenauer-Platz, mitten in der Stadt. Salyutov ist Mitglied des Ganey-Tikva-Vereins. Axel Bolte, stellv. Vorsitzender des Vereins appelliert an die Stadtgesellschaft, deren Aufgabe es sei, einen sicheren Rahmen für Juden in Bergisch Gladbach zu schaffen.

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