Efrat Machikawa war mit ihrer Tochter nach Berlin gekommen und hielt eine sehr bewegende und ebenso persönliche Rede, gewidmet ihrem Onkel Gadi Moses aus dem Kibbuz Nir Oz, der unter den Geiseln im Gazastreifen ist. Efrat fragt sich, ob er seit dem 7. Oktober jemals Tageslicht gesehen hat? Bekommt er die Medikamente, die er benötigt? Wissen die Terroristen, was Gadi in seinem Leben geleistet hat und wie vielen Menschen weltweilt er dabei geholfen hat, eine sichere, eine bessere Zukunft aufzubauen? Efrat Machikawa hofft, dass es ihr irgendwann gelingen wird, wieder Vertrauen zu schenken und an die Menschlichkeit zu glauben. Seit dem 7. Oktober ist beides zerstört.
Im Kibbuz Nir Oz ist jeder vierte Bewohner verschleppt, ermordet oder verletzt worden. Ein Kibbuz mit vielen Friedensaktivisten, die regelmäßig kranke Palästinenser zu medizinischen Behandlungen in die umliegenden israelischen Krankenhäuser fuhren und die sich für ein gleichberechtigtes und nachbarschaftliches Verhältnis zu den Palästinensern einsetzten.
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