Pressemitteilung des Nir Oz Vereins Bergisch Gladbach, 22.02.25

Wir veröffentlichen die Pressemitteilung der Solidaritätspartnerschaft Bergisch Gladbach-Nir Oz, der wir uns inhaltlich vollumfänglich anschließen.

Rückgabe der Leichname von Opfern des Terrorangriffs auf Kibbutz Nir Oz
Am 19. Februar 2025 wurden die Leichname von Opfern des verheerenden
Terrorangriffs der Hamas auf Kibbutz Nir Oz am 7. Oktober 2023 zurückgebracht.
Unter den Opfern befinden sich die Kinder der Familie Bibas, Ariel und Kfir. Ein
weiterer Sarg, der die sterblichen Überreste der Mutter Shiri Bibas-Silberman
enthalten sollte, wurde ebenfalls übergeben. Jedoch stellen die Forensiker fest, dass es sich nicht um Shiri und auch um keine der anderen Geiseln handelt. Die Hamas hat Shiri Bibas-Silberman heute Nacht übergeben.

Die Rückehr stellt für die Angehörigen und das gesamte Land einen schmerzhaften,
aber auch wichtigen Moment dar. Der Verlust dieser jungen Leben und ihrer Mutter
ist unermesslich. Die Rückgabe der Leichname ermöglicht es den Familien, den
Trauerprozess weiterzuführen.

Zusätzlich wurde der Leichnam von Oded Lifshitz, einem der Mitbegründer des
Kibbutz Nir Oz, zurückgeführt. Oded Lifshitz, ein 83-jähriger Journalist und
Aktivist, wurde während des Angriffs von der Hamas entführt. In den vergangenen
Monaten wurde er als Symbol des Widerstands gegen den Terror wahrgenommen.
Auch sein zerstörtes Zuhause und die Überreste seines Klaviers, das nach der
Entführung veröffentlicht wurde, sind zu einem Symbol für den unvorstellbaren
Verlust geworden.

Der Verein Solidaritätspartnerschaft Bergisch Gladbach – Nir Oz e.V. bleibt
weiterhin unermüdlich in seiner Unterstützung für die Überlebenden von Kibbutz Nir
Oz. Im März dieses Jahres wird der Verein mit einer weiteren Gruppe von
Freiwilligen wieder nach Israel reisen, um den Wiederaufbau des Kibbutz aktiv zu
unterstützen. Landrat Stephan Santelmann wird Petra Hemming und Roman
Salyutov einen Brief für seinen israelischen Kollegen mitgeben, verbunden mit einer
Einladung zu einem Besuch im Rheinisch-Bergischen Kreis.

„Die Rückgabe dieser Leichname ist ein schwieriger Moment, der uns erneut mit der Brutalität des Terroranschlags konfrontiert. Doch auch in diesem Schmerz setzen wir alles daran, den Wiederaufbau und die Heilung zu unterstützen“, so Roman Salyutov, Vorsitzender des Nir Oz Vereins. „Unsere Solidarität mit den Opfern und ihren Familien bleibt unverändert. Die Arbeit des Vereins wird auch weiterhin die psychologische Unterstützung und die Wiederherstellung der zerstörten Infrastruktur umfassen. Weitere Spenden und Unterstützung durch Freiwillige werden dringend benötigt, um die Bemühungen fortzusetzen“, so Petra Hemming, Vorsitzende des Nir Oz Vereins.



Unsere Forderungen:

1. Internationale Verfolgung: Diese Verbrechen gegen die Menschlichkeit müssen
weltweit als solche anerkannt und geahndet werden. Die Täter müssen zur
Rechenschaft gezogen werden.

2. Wiederaufbauhilfe: Die Bundesregierung muss Gelder zur Verfügung stellen, um
die zerstörten Kibbuzim, einschließlich Nir Oz, wieder aufzubauen und den
Überlebenden Hilfe zu gewähren. Finanzielle Unterstützung und die Hoffnung auf
einen Wiederaufbau ist entscheidend, um den Überlebenden eine Perspektive zu
geben.

3. Die neue Bundesregierung muss sich deutlicher für die sofortige Rückgabe und
Freilassung aller Geiseln einsetzen
Ihre Ansprechpartner:

Petra Hemming
Mobil 0170/3555968

Dr. Roman Salyutov
Mobil 0177/1398268

Sitz des Vereins:
Am Kuhlerbusch 17a,
51469 Bergisch Gladbach

www.bgl-niroz.de
info@bgl-niroz.de
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Süddeutsche Zeitung: Warten auf Gadi Moses

Schon oft haben wir hier über das Schicksal von Gadi (Moshe) Moses berichtet.

Der Onkel unserer Freundin Efrat Machikawa gehört zu den aus dem Kibbuz Nir Oz Verschleppten. Wir wissen nicht, wie es ihm geht.

Gestern hat die SZ ihm einen großen Bericht gewidmet.  

Veröffentlicht unter Presse

6:56 – eine Fotoausstellung: ab 30.11.24 in Bergisch Gladbach

Die Fotoausstellung 6:56 dokumentiert das Ausmaß der Gewalt vom 7. Oktober 2023 in den Kibbuzim Be’eri, Re’im und Nir Oz. 6:56 hat bereits in vielen deutschen Städten Station gemacht und kommt jetzt nach Bergisch Gladbach.

Die sehr gefragte Wanderausstellung „6:56“ der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG) Würzburg und der DIG Rhein-Neckar ist ab dem 30. November im Bensberger Ratssaal zu sehen. Sie zeigt Fotos aus Be’eri, Re’im und Nir Oz. Die Terror-Attacken vom 7. Oktober 2023 veränderten für die drei Kibbuz-Gemeinschaften alles.

Dokumentieren, was passiert ist – ohne zu verstören

Auf bewegende Weise zeichnet die Ausstellung den Tag nach, dessen Schrecken nicht endet. Dabei spart die Fotoauswahl jedoch besonders verstörende Anblicke aus.

Dass die Ausstellung 6:56 nach Bergisch Gladbach kommt, geht auf die Initiative des Vereins Solidaritätspartnerschaft Bergisch Gladbach – Nir Oz , des Ganey-Tikva-Vereins (GTV) und der Volkshochschule Bergisch Gladbach zurück. Ihr Ziel: Interessierten das Ausmaß der Verwüstung aufzeigen – und auch Wege, dort wieder Leben entstehen zu lassen.

Gelebte Solidaritätspartnerschaft mit Nir Oz

Von den drei Gemeinschaften ist der Kibbuz Nir Oz der kleinste Ort. Ihn traf der Angriff vom 7. Oktober besonders hart. Ein großer Teil der ursprünglich 450 Einwohnerinnen und Einwohnern wurden ermordet oder verschleppt. In der Stadt Carmei Gat haben die Überlebenden eine vorübergehende Bleibe gefunden. Der Verein Solidaritätspartnerschaft Bergisch Gladbach – Nir Oz (Nir-Oz-Verein) setzt sich mit verschiedenen Projekten für sie ein. Dazu zählen Spenden für die Kinder ermordeter Eltern, das Neubeschaffen zerstörter landwirtschaftlicher Geräte und Aufräumarbeiten vor Ort.

Petra Hemming vom Vorstand des Nir-Oz-Vereins berichtet: „Einige unserer Aktiven waren nach dem 7.10.203 mehrmals in Nir Oz. Wenn man für einen Moment die Spuren der Gewalt ausblenden kann, ahnt man, was für ein wunderbarer Ort das war. Wir möchten die Menschen stärken und beim Wiederaufbau helfen.“

Noch ist Nir Oz unbewohnbar. Die Vereinsaktiven helfen beim Errichten eines Gemeinschaftsgartens in Carmei Gat und bei der Erneuerung des Kibbuz mit. Auch darüber kann man sich beim Besuch der Ausstellung 6:56 informieren.

6:56, eine Fotoausstellung mit hochkäratigem Rahmenprogramm – Eintritt frei

Die Fotoausstellung 6:56 ist an den folgenden Terminen zugänglich – dabei ist stets der Eintritt frei:

– Samstag, 30.11., 15-17 Uhr – eine Führung ist auf Wunsch möglich

– Dienstag, 3.12., 16-18 Uhr – eine Führung ist auf Wunsch möglich

– Samstag, 7.12.: 19-21 Uhr: Vernissage mit Geleitwort der DIG Würzburg, „Hope and Existence“ – Lieder mit Yael Anspach und Anna Sigalova

– Freitag, 13.12., 19-21.30 Uhr: Szenische Collage mit Musik „Wir werden wieder tanzen! Stimmen gegen Judenhass vor und nach dem 7. Oktober“, gefördert vom Büro der Antisemitismusbeauftragten des Landes NR), Leitung: Sophie Brüss

– Samstag, 14.12., 19-21 Uhr: Benefiz-Klavierkonzert für Nir Oz mit Dr. Roman Salyutov

Dauer und Ort: 30.11. bis 20.12. 2024: Rathaus Bensberg, Ratssaal, Wilhelm-Wagener-Platz,  51429 Bergisch Gladbach. Eintritt frei, Spenden willkommen.

Die Ausstellung ist nur während der oben genannten Termine und mit Anmeldung zugänglich. Anmeldung unter: 656anmeldung@gmx.de

CDU NRW gründet eine jüdische Parteiorganisation

Mit Serap Güler und Nathanael Liminski unterstützten prominente Christdemokraten aus Bund und Land die Gründung des Jüdisches Forum in der CDU NRW.

Das Forum Ruhrbarone erwähnt in seinem Bericht auch den Ganey Tikva Verein und den Solidaritätsverein Nir Oz.

Newslettertipp: The Voices From Up North

Der Norden Israels liegt unter ständigem Beschuss aus dem Libanon. Trotzdem berichten die Medien relativ wenig über diese Gebiet.

Eine gute Möglichkeit, sich hier zu informieren, ist dieser brandneue Newsletter, den wir Euch dringend ans Herz legen möchten.