51. Mahnwache mit Verstärkung

Heute auf der 51. Mahnwache hatten wir Verstärkung von überregionalen Aktivisten, wir waren 20 Leute. Wie schon so oft erwähnt, ohne „Free Palestine“-Rufe von vorbeigehenden Gestalten, die nicht den Mut haben, mit uns zu sprechen, geht es in Bergisch Gladbach scheinbar nicht.

Einer der Sprecher heute fragte die vorbeieilenden Passanten, die uns keines Blickes würdigten, wie sie reagieren würden, wenn es ihre Schwester, ihr Bruder, ihr Vater oder ihre Mutter wäre die seit 14 Monaten in dunklen Tunnel festgehalten werden. Keine Reaktion.

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Erfolgreiche Vernissage 6:56 - eine Fotoausstellung

Die vorgestrige Vernissage der „6:56 – eine Fotoausstellung“ war ein voller Erfolg. Es waren sehr viele Menschen in den Ratssaal in Bensberg gekommen, Yael Anspach und Anna Sigalova (Klavier) boten dem Publikum ein emotionales, hoffnungsvolles und wunderbares Repertoire. 

An der anschließenden Führung durch die Ausstellung durch unsere Freundin Elke Bieber haben fast alle Gäste teilgenommen. Wir haben einige Hundert Euro Spenden  für die Kinder des Kibbuz Nir Oz generieren können.

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Die 50. Mahnwache

„Sprich nicht mit den Mördern, sonst mache ich noch was…“

Die 50. Mahnwache, exakt 14 Monate nach dem 7. Oktober 2023. Ein junger Familienvater zeigte uns den Stinkefinger, beschimpfte uns als Mörder und verbot seiner Frau mit den oben genannten Worten mit uns zu sprechen und sprach eine deutliche Drohung aus.

Erneut haben wir heute in der Fußgängerzone von Bergisch Gladbach, gleich gegenüber den Wahlkampfständen, die Namen der Geiseln verlesen. Wir haben über Itay Swirsky gesprochen, dessen sterbliche Überreste in dieser Woche nach Israel zurückgeholt wurden. Er war am 7. Oktober 2023 verschleppt und im Januar diesen Jahres vor laufenden Hamas-Kameras ermordet worden.

Die Polizei war leider zu dem Zeitpunkt nicht vor Ort, Anzeige ist erstattet.

„Shame on you!!“ - Mahnwache #49

Ein Mann mittleren Alters auf einem Fahrrad brüllte uns an mit den Worten, wir sollten uns schämen. Schämen werden wir uns ganz sicher nicht.
Wir lesen jeden Dienstag die Namen der Menschen vor, die sich seit über 400 Tagen in der Hand einer terroristischen Gruppe im Gazastreifen befindet.

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6:56 – eine Fotoausstellung: ab 30.11.24 in Bergisch Gladbach

Die Fotoausstellung 6:56 dokumentiert das Ausmaß der Gewalt vom 7. Oktober 2023 in den Kibbuzim Be’eri, Re’im und Nir Oz. 6:56 hat bereits in vielen deutschen Städten Station gemacht und kommt jetzt nach Bergisch Gladbach.

Die sehr gefragte Wanderausstellung „6:56“ der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG) Würzburg und der DIG Rhein-Neckar ist ab dem 30. November im Bensberger Ratssaal zu sehen. Sie zeigt Fotos aus Be’eri, Re’im und Nir Oz. Die Terror-Attacken vom 7. Oktober 2023 veränderten für die drei Kibbuz-Gemeinschaften alles.

Dokumentieren, was passiert ist – ohne zu verstören

Auf bewegende Weise zeichnet die Ausstellung den Tag nach, dessen Schrecken nicht endet. Dabei spart die Fotoauswahl jedoch besonders verstörende Anblicke aus.

Dass die Ausstellung 6:56 nach Bergisch Gladbach kommt, geht auf die Initiative des Vereins Solidaritätspartnerschaft Bergisch Gladbach – Nir Oz , des Ganey-Tikva-Vereins (GTV) und der Volkshochschule Bergisch Gladbach zurück. Ihr Ziel: Interessierten das Ausmaß der Verwüstung aufzeigen – und auch Wege, dort wieder Leben entstehen zu lassen.

Gelebte Solidaritätspartnerschaft mit Nir Oz

Von den drei Gemeinschaften ist der Kibbuz Nir Oz der kleinste Ort. Ihn traf der Angriff vom 7. Oktober besonders hart. Ein großer Teil der ursprünglich 450 Einwohnerinnen und Einwohnern wurden ermordet oder verschleppt. In der Stadt Carmei Gat haben die Überlebenden eine vorübergehende Bleibe gefunden. Der Verein Solidaritätspartnerschaft Bergisch Gladbach – Nir Oz (Nir-Oz-Verein) setzt sich mit verschiedenen Projekten für sie ein. Dazu zählen Spenden für die Kinder ermordeter Eltern, das Neubeschaffen zerstörter landwirtschaftlicher Geräte und Aufräumarbeiten vor Ort.

Petra Hemming vom Vorstand des Nir-Oz-Vereins berichtet: „Einige unserer Aktiven waren nach dem 7.10.203 mehrmals in Nir Oz. Wenn man für einen Moment die Spuren der Gewalt ausblenden kann, ahnt man, was für ein wunderbarer Ort das war. Wir möchten die Menschen stärken und beim Wiederaufbau helfen.“

Noch ist Nir Oz unbewohnbar. Die Vereinsaktiven helfen beim Errichten eines Gemeinschaftsgartens in Carmei Gat und bei der Erneuerung des Kibbuz mit. Auch darüber kann man sich beim Besuch der Ausstellung 6:56 informieren.

6:56, eine Fotoausstellung mit hochkäratigem Rahmenprogramm – Eintritt frei

Die Fotoausstellung 6:56 ist an den folgenden Terminen zugänglich – dabei ist stets der Eintritt frei:

– Samstag, 30.11., 15-17 Uhr – eine Führung ist auf Wunsch möglich

– Dienstag, 3.12., 16-18 Uhr – eine Führung ist auf Wunsch möglich

– Samstag, 7.12.: 19-21 Uhr: Vernissage mit Geleitwort der DIG Würzburg, „Hope and Existence“ – Lieder mit Yael Anspach und Anna Sigalova

– Freitag, 13.12., 19-21.30 Uhr: Szenische Collage mit Musik „Wir werden wieder tanzen! Stimmen gegen Judenhass vor und nach dem 7. Oktober“, gefördert vom Büro der Antisemitismusbeauftragten des Landes NR), Leitung: Sophie Brüss

– Samstag, 14.12., 19-21 Uhr: Benefiz-Klavierkonzert für Nir Oz mit Dr. Roman Salyutov

Dauer und Ort: 30.11. bis 20.12. 2024: Rathaus Bensberg, Ratssaal, Wilhelm-Wagener-Platz,  51429 Bergisch Gladbach. Eintritt frei, Spenden willkommen.

Die Ausstellung ist nur während der oben genannten Termine und mit Anmeldung zugänglich. Anmeldung unter: 656anmeldung@gmx.de

Die 48. Gladbacher Mahnwache

Ohne „FREE PALESTINE“ und Stinkefinger geht es nicht

Heute haben wir zum zweiten Mal an Sacha Truvanov erinnert. 

Der junge Mann wurde am 7. Oktober des letzten Jahres aus dem Kibbuz Nir Oz verschleppt, wo er Verwandte besucht hat. In der letzten Woche erschien ein Video vom Islamischen Yihad, auf dem er, Sacha, zu sehen ist. 

Er appelliert an uns, die pro-israelische Community weltweit, weiter zu demonstrieren für die Freilassung! Er lebt, und das gibt den Familien aller Geiseln Hoffnung auf die Rückkehr ihrer Lieben.

Trotz Polizeiwagen in unserer unmittelbaren Nähe, ging eine junge Frau vorbei und beleidigte uns mit dem Stinkefinger, anzeige konnte durch die Polizei vor Ort erstellt werden.

Ein junger Mann lief vorbei und brüllte die Parole „Free Palestine“, auf die wir wie immer antworteten: „FROM HAMAS“.

Wir werden auch weiterhin jeden Dienstag die Namen der Geisel verlesen, bis diese alle zu Hause sind.