Heute haben wir natürlich die Namen aller 59 Geiseln verlesen, die sich noch immer in der Hand der Hamas befinden. Unter den Geiseln ist auch ein junger Mann, der am 7. Oktober von der Mörderbande in den Gazastreifen verschleppt wurde.
Zum zweiten Mal in Folge hatte der Ganey-Tikva-Verein eingeladen zur Purim Party in Bergisch Gladbach.
30 Freunde und Freundinnen sind gekommen, es gab ein tolles Buffet, DJane PartYzan hat aufgelegt und zu cooler Israelische und kölscher Musik haben wir bis spät in den Abend getanzt. 🇮🇱🎗️🇮🇱
Heute haben wir er erinnert an Ziv und Gali Berman, zwei Brüder, die seit dem 7. Oktober 2023 in der Hand der Terroristen im Gazastreifen sind. Sie wurden entführt aus ihrem Kibbuz Kfar Aza.
Die Menschen dort haben sich seit Generationen für eine friedliche Koexistenz mit den Palästinenser im Gazastreifen eingesetzt. Freundschaften waren entstanden und viele Bewohner des Gazastreifen haben immer wieder Arbeit gefunden in den Kibbuzim am Gazastreifen. Das alles änderte sich am 7. Oktober.
es ist wieder so weit: wir feiern Purim und das zum zweiten Mal in Folge in Bergisch Gladbach.
An Purim wird die erfolgreiche Selbstverteidigung des jüdischen Volkes gefeiert. Auch in diesem Jahr wollen wir daran erinnern, wie wichtig es ist keine Angst zu haben, sich gegen das Böse zu wehren.
Es wird ein Buffet geben und wir freuen uns auf bunte Kostüme aller Gäste! Der Eintritt ist frei, die Getränke zahlt jeder selbst und es gibt natürlich eine Spendenbox :-).
Diesmal haben wir DJane PartYsan gewinnen können „aufzulegen“, d.h. es wird auch getanzt! Die Party findet statt am Donnerstag, 13. März um 19 h in Bergisch Gladbach.
Den Ort geben wir nach der Anmeldung unter: anmeldung@ganey-tikva-verein.de bekannt.
Zwei „ Free Palestine”-Rufe waren zwar zu hören, aber wir haben weiter die Namen aller Geiseln verlesen und uns nicht beirren lassen.
Besonders hervorgehoben haben wir heute den Deutsch-Israeli Alon Ohel, dessen Familie erst jetzt nach der Befreiung anderer Geisel erfahren hat, dass Alon lebt. Laut den Aussagen der freigekommenen Geiseln ist er angekettet in einem Raum in einem Tunnel, 40 m unter der Erde ohne Tageslicht. Er ist am 7. Oktober schwer verletzt worden, seine Wunden an Augen, Schultern und Bein blieben bis heute unbehandelt.
Die Israelis haben dem Vorschlag der Fortführung von Verhandlungen selbstverständlich zugestimmt, die Hamas hat diesen erneut abgelehnt. Je mehr Zeit verstreicht, umso geringer ist die Chance, dass von den 59 verbliebenen Geiseln die überwiegende Zahl lebend nach Israel zurückkehrt.
Heute haben wir auch positiven Zuspruch von Passanten erhalten, die sich spontan zu uns stellten. Die Mehrzahl der Menschen jedoch geht schweigend mit gesenktem Blick an uns vorbei, es ist ihnen unangenehm, uns dort stehen zu sehen. Wir werden auch weiter jeden Dienstag die Namen der Geiseln verlesen, bis alle befreit sind.
Episode am Rande
Normalerweise werden wir auf unseren Mahnwache regelmäßig beschimpft, beleidigt und bespuckt. Wir sind sehr aufmerksam und schauen uns genau an, wer sich uns nähert. Dieser junge Mann jedoch ist der Knaller!
„Lasst endlich unsere Sch… Leute frei!“
Okay, man hätte es etwas anders formulieren können, aber er hat komplett recht: es befinden sich noch immer auch deutsche Staatsbürger in Gaza, seitens der deutschen Regierung, ganz gleich, ob alt oder neu, hört man diesbezüglich nichts.
Heute haben wir zum letzten Mal die Namen von Oded Lifshitz, Shiri Bibas mit ihren beiden kleinen Söhnen, Kfir und Ariel, von unserer Liste der Geiseln abgelesen.
Heute ist Oded im Kibbuz Nir Oz beigesetzt worden. Er war am 7. Oktober verletzt, aber lebend in den Gazastreifen verschleppt worden und ist in Gefangenschaft umgebracht worden.
Zeit seines Lebens hat er sich für ein friedliches Miteinander mit den palästinensischen Nachbarn eingesetzt. Wir haben uns vor ihm verneigt und seinen Namen gerufen, damit dieser nicht vergessen wird.
Hunger und Folter israelischer Geiseln in den Augen der Holocaust-Überlebenden
Die Bilder von freigelassenen Geiseln, die von der Hamas gefoltert und abgemagert auf einer Bühne vorgeführt wurden, haben bei vielen Menschen Bilder hervorgerufen, wie wir sie von der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee kennen.
Anat Ronai wird uns am 5.3.25 um 20 Uhr erzählen, was die Bilder der vergangenen Wochen bei ihr ausgelöst haben.
Anat ist mit unserer Vorsitzenden Petra Hemming seit 1979 befreundet. Beide haben am Schüleraustausch zwischen zwei Gymnasien in Haifa und Düsseldorf teilgenommen. Anat ist 62 Jahre alt, Mutter von zwei Töchtern und stolze Großmutter von drei wunderbaren Enkelkindern.
Anat Ronai ist Senior Clinical Research Associate mit 25 Jahren Erfahrung in der pharmazeutischen Industrie. Sie hat einen Master-Abschluss in Psychologie von der Universität Haifa, der ihr wertvolle Einblicke in das menschliche Verhalten ermöglicht hat. Über ihre berufliche Arbeit hinaus engagiert sie sich ehrenamtlich: Seit Beginn des Krieges arbeitet sie in einem Zentrum für häusliche Gewalt und Vergewaltigungsopfer.
Als Holocaustüberlebende der zweiten Generation prägt die Geschichte ihrer Familie Anats Weltanschauung zutiefst. Der Vater überlebte Auschwitz und Mauthausen, die Mutter Theresienstadt. Ihre Erfahrungen haben in Anat eine tiefe Wertschätzung für Resilienz und Fürsprache geweckt und sie motiviert sich zu engagieren um einen positiven Beitrag zur Gesellschaft zu leisten.
Der Link zur Veranstaltung, die in englischer Sprache stattfindet, wird versendet nach Anmeldung unter: