Mahnwache #61

Heute waren wir durch die Polizei gut geschützt.

Zwei „ Free Palestine”-Rufe waren zwar zu hören, aber wir haben weiter die Namen aller Geiseln verlesen und uns nicht beirren lassen.

Besonders hervorgehoben haben wir heute den Deutsch-Israeli Alon Ohel, dessen Familie erst jetzt nach der Befreiung anderer Geisel erfahren hat, dass Alon lebt. Laut den Aussagen der freigekommenen Geiseln ist er angekettet in einem Raum in einem Tunnel, 40 m unter der Erde ohne Tageslicht. Er ist am 7. Oktober schwer verletzt worden, seine Wunden an Augen, Schultern und Bein blieben bis heute unbehandelt.

Die Israelis haben dem Vorschlag der Fortführung von Verhandlungen selbstverständlich zugestimmt, die Hamas hat diesen erneut abgelehnt. Je mehr Zeit verstreicht, umso geringer ist die Chance, dass von den 59 verbliebenen Geiseln die überwiegende Zahl lebend nach Israel zurückkehrt.

Heute haben wir auch positiven Zuspruch von Passanten erhalten, die sich spontan zu uns stellten. Die Mehrzahl der Menschen jedoch geht schweigend mit gesenktem Blick an uns vorbei, es ist ihnen unangenehm, uns dort stehen zu sehen. Wir werden auch weiter jeden Dienstag die Namen der Geiseln verlesen, bis alle befreit sind.

Episode am Rande

Normalerweise werden wir auf unseren Mahnwache regelmäßig beschimpft, beleidigt und bespuckt. Wir sind sehr aufmerksam und schauen uns genau an, wer sich uns nähert. Dieser junge Mann jedoch ist der Knaller!

„Lasst endlich unsere Sch… Leute frei!“

Okay, man hätte es etwas anders formulieren können, aber er hat komplett recht: es befinden sich noch immer auch deutsche Staatsbürger in Gaza, seitens der deutschen Regierung, ganz gleich, ob alt oder neu, hört man diesbezüglich nichts.

Die 60. Mahnwache

Heute haben wir zum letzten Mal die Namen von Oded Lifshitz, Shiri Bibas mit ihren beiden kleinen Söhnen, Kfir und Ariel, von unserer Liste der Geiseln abgelesen.

Heute ist Oded  im Kibbuz Nir Oz beigesetzt worden. Er war am 7. Oktober verletzt, aber lebend in den Gazastreifen verschleppt worden und ist in Gefangenschaft umgebracht worden.

Zeit seines Lebens hat er sich für ein friedliches Miteinander mit den palästinensischen Nachbarn eingesetzt. Wir haben uns vor ihm verneigt und seinen Namen gerufen, damit dieser nicht vergessen wird.

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Die 59. Mahnwache

Bei der heutigen 59. Mahnwache wurden wir erneut als „ Kindermörder“ beschimpft, und mehrfach war der Ruf nach „ free Palestine“ zu hören.

Es ist traurig zu erleben, wie die israelische Flagge mit dem Davidstern Menschen triggert.

Nichts anderes als das Verlesen von Namen der Menschen, die sich seit über 500 Tagen in der Hand ihrer Entführer befinden, tun wir seit über einem Jahr und treffen regelmäßig auf Unterstützer der terroristischen Hamas auf der Straße. Zu Gesprächen mit uns auf einer sachlichen Ebene sind sie nicht bereit.

Wir werden auch weiterhin, bis alle Geiseln in Israel sind, die Namen der Menschen vorlesen, die am 7. Oktober 2023 verschleppt worden sind.

Es lebe das Volk Israel 🇮🇱🎗️🇮🇱.

#58 und Gedenken an Shlomo Mansur

Heute haben wir an Shlomo Mansur erinnert, von dem die Familie bis gestern glaubte, er sei am 7. Oktober lebend in den Gazastreifen verschleppt worden. Offizielle Quellen informierten die Familie gestern, dass er jedoch von den Terroristen am 7. Oktober ermordet und sein Körper in den Gaza Streifen verschleppt wurde. 

Er war mit 86 Jahren die Älteste der Geiseln.

1941 war er mit seinen Eltern nach dem Pogrom im Irak nach Israel geflohen. Erneut musste er am Ende seines Lebens erfahren, dass der Judenhass noch immer allgegenwärtig ist.

Erneut haben wir die Freilassung aller Geiseln aus der Hand der Terrororganisation gefordert. Von einigen Passanten haben wir Zuspruch erfahren, aber junge Leute pöbelten uns an und ein Mann in den 80ern zeigte uns seine Einstellung zum Antisemitismus, als er uns einen Stinkefinger zeigte.

Die 57. Mahnwache

Gestern, am 486. Tag nach dem Überfall der Hamas auf die Kibbuzim am Gazastreifen, haben wir an die Brüder Horn erinnert. Yair und Eitan Horn sind am 7. Oktober nach Gaza verschleppt worden. Es gibt kein Lebenszeichen von ihnen.

Solange nicht alle Geiseln zurück in Israel sind, werden wir auch weiterhin bei unseren Mahnwache die Namen aller Geiseln verlesen. 

Derzeit befinden sich immer noch 79 Geiseln in den Händen der Hamas.

🎥 Solidaritätsgruß an Gadi Moses | 🎗️ BRING THEM HOME NOW 🚨

Der Verein Solidaritätspartnerschaft Bergisch Gladbach – Nir Oz e. V. sendet einen herzlichen Gruß an Gadi Moses, der am 7. Oktober 2023 von islamistischen Terroristen aus dem Kibbuz Nir Oz entführt und 482 Tage lang als Geisel im Gazastreifen festgehalten wurde.

Heute, am 5. Februar 2025, sind noch immer 79 Geiseln in Gefangenschaft. Wir dürfen sie nicht vergessen!

💙 Unsere Botschaft: 🎗️ BRING THEM HOME NOW!

📢 Teile dieses Video, um Aufmerksamkeit für die noch immer gefangenen Geiseln zu schaffen und ihre sofortige Freilassung zu fordern!

#BringThemHomeNow #FreeTheHostages #Solidarity #NirOz #GadiMoses #HumanRights #NeverForget

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🎥 Solidarity Message to Gadi Moses | 🎗️ BRING THEM HOME NOW 🚨

The Solidarity Partnership Association Bergisch Gladbach – Nir Oz e. V. sends heartfelt greetings to Gadi Moses, who was kidnapped from Kibbutz Nir Oz by Islamist terrorists on October 7, 2023, and held hostage in Gaza for 482 days.

 

Today, on February 5, 2025, 79 hostages are still in captivity. We must not forget them!

💙 Our message: 🎗️ BRING THEM HOME NOW!

📢 Share this video to raise awareness and demand the immediate release of the remaining hostages!

#BringThemHomeNow 🎗️ #FreeTheHostages #Solidarity #NirOz #GadiMoses #HumanRights #NeverForget

Nummer 56 - Arbel Yehud soll bald freikommen

Auf unserer heutigen Mahnwache haben wir über Arbel Yehud gesprochen. Arbel ist deutsche Staatsbürgerin. Sie wurde am 7. Oktober aus dem Kibbuz Nir Oz nach Gaza verschleppt. Sie ist noch immer in der Hand der Terroristen, die vier am letzten Wochenende frei gekommenen Frauen haben bestätigt, dass sie noch lebt. Ihr Bruder Dolev, genannt Dodo, lebte ebenfalls im Kibbuz Nir Oz und wurde am 7. Oktober von Terroristen ermordet.

Dodo war im Kibbuz sehr beliebt, immer um die Belange anderer bemüht und, so sagten seine Freunde, ein wahrer „ Sonnenschein“.

Im Dezember hat Petra bei ihrem Aufenthalt in Nir Oz seinen besten Freund seit Kindestagen kennengelernt, Evyatar, der ein Buch für Kinder geschrieben hat über Dodo. In dem Buch ist Dodo der Held, der das Böse vertreibt. Das Böse ist im Buch in grün, schwarz und weiß gehalten- die Farben der Terrororganisation Hamas. Wie sonst kann man Kindern erklären, warum Onkel Dodo plötzlich nicht mehr da ist.

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