Petra Hemming war nun schon mehrfach im Kibbuz Nir Oz, der am stärksten von den Bluttaten des 7. Oktobers betroffen war, um zu helfen. Auch Aktive der Kölner Gruppe der „Run for Lives“-Bewegung haben mit angepackt, darunter auch Miriam Kanitz.
Jenny Havemann, deutsch-israelische Bloggerin, gibt im folgenden Reel ihre Eindrücke wider.
Der GTV organisiert seit langer Zeit immer wieder Vorträge zum Thema Antisemitismus in seinen vielfältigen Erscheinungsformen. Am 3. Februar 2025 geht es um den israelbezogenen Antisemitismus.
Der Hass auf den jüdischen Staat.
Motive des israelbezogenen
Antisemitismus - Vortrag von Dr. Ingo Elbe
Nicht erst seit der beispiellosen Welle des weltweiten Hasses auf den jüdischen Staat nach dem antisemitischen Massenmord der Hamas vom 7. Oktober 2023 ist klar: Der israelbezogene Antisemitismus ist heute die vorherrschende Form des Judenhasses und kann als strömungsübergreifende Ideologie der radikalen Rechten, der postkolonialen Linken, des Islamismus und erheblicher Teile der sogenannten Mitte der Gesellschaft verstanden werden. Traditionelle Motive der Judenfeindschaft werden hier auf den jüdischen Staat übertragen. Israel wird damit zum „Juden unter den Staaten“.
Der Vortrag untersucht die propagandistischen Strategien dieses Antisemitismus: De-Realisierung antisemitischer Gewalt und Agitation, Dämonisierung und Delegitimierung Israels sowie doppelte Standards in der Bewertung der Akteure des arabisch-israelischen Konflikts.
Dr. Ingo Elbe ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und Privatdozent am Institut für Philosophie der Universität Oldenburg. Letzte Publikationen: (als Mitherausgeber): Probleme des Antirassismus. Postkoloniale Studien, Critical Whiteness und Intersektionalitätsforschung in der Kritik, Berlin 2022; Hannah Arendts Bild des Holocaust – mit einem Ausblick auf seine postkolonialen Erben. In: A. Stahl/S. Grigat/M. Seul (Hg.): Erinnern als höchste Form des Vergessens. (Um-) Deutungen des Holocaust und der Historikerstreit 2.0, Berlin 2023 sowie (April 2024): Antisemitismus und postkoloniale Theorie. Der „progressive“ Angriff auf Israel, Judentum und Holocausterinnerung, Berlin.
Heute ist es genau 15 Monate her, dass die Hamas Israel überfiel, mordete, vergewaltigte und Menschen nach Gaza verschleppte.
In diesen Tagen wird Kfir Bibas 2 Jahre alt werden, ob er noch lebt, wissen wir nicht.
Hat er laufen und sprechen gelernt in den Tunnel von Gaza?
Heute verlief unsere Mahnwache ohne Zwischenfälle. Eine Familie mit kurdischen Wurzeln gesellte sich spontan zu uns und unterstützte uns in unserer Forderung nach der Freilassung aller Geiseln.
Bereits zum 5. Mal seit 2020 luden die beiden israelsolidarischen Bergisch Gladbacher Vereine, der Ganey-Tikva-Verein und der Nir Oz Verein, gemeinsam mit Roman Salyutov zum öffentlichen Anzünden der Chanukkakerzen ein.
40 Menschen waren gekommen um über das Wunder des Chanukkafestes zu hören. Gemeinsam mit Bella Liebermann wurde Ma’oz Zur, Hava Narima und zum Schluss HaBaita gesungen. Bei Sufganiot und Punch klang der Abend gesellig aus.
Es war bitterkalt und dunkel auf dem Vorplatz des Rathauses in Bensberg – bis das Licht der Chanukkia Wärme und Hoffnung auf eine Freilassung der Geiseln in Gaza und ein Ende des Krieges spendete.
Nummer 52: Ein Jahresausklang mit Solidaritätsbezeugungen
Auf unserer letzten Mahnwache des Jahres erhielten wir von mehreren Menschen Zustimmung und ermutigende Zurufe. Wir gaben einige Flyer heraus. Es freut uns, dass es Menschen gibt, die die Geiseln nicht vergessen und mit dem angegriffenen Israel solidarisch sind.
Einige Passantinnen riefen uns im Vorbeigehen jedoch auch Anschuldigungen wegen der Opfer im Gazastreifen zu. Unseren Hinweis auf die Verantwortung der Hamas wollten sie nicht hören. Ein weiterer Passant pflichtete uns allerdings unmissverständlich bei.