Archiv des Autors: Martin Verleger
Zweite Bergisch Gladbacher Purimfeier
Liebe Freunde und Mitglieder,
es ist wieder so weit: wir feiern Purim und das zum zweiten Mal in Folge in Bergisch Gladbach.
An Purim wird die erfolgreiche Selbstverteidigung des jüdischen Volkes gefeiert. Auch in diesem Jahr wollen wir daran erinnern, wie wichtig es ist keine Angst zu haben, sich gegen das Böse zu wehren.
Es wird ein Buffet geben und wir freuen uns auf bunte Kostüme aller Gäste! Der Eintritt ist frei, die Getränke zahlt jeder selbst und es gibt natürlich eine Spendenbox :-).
Diesmal haben wir DJane PartYsan gewinnen können „aufzulegen“, d.h. es wird auch getanzt! Die Party findet statt am Donnerstag, 13. März um 19 h in Bergisch Gladbach.
Den Ort geben wir nach der Anmeldung unter: anmeldung@ganey-tikva-verein.de bekannt.
Herzliche Grüße I בברכה
Petra Hemming
Mahnwache #61
Heute waren wir durch die Polizei gut geschützt.
Zwei „ Free Palestine”-Rufe waren zwar zu hören, aber wir haben weiter die Namen aller Geiseln verlesen und uns nicht beirren lassen.
Besonders hervorgehoben haben wir heute den Deutsch-Israeli Alon Ohel, dessen Familie erst jetzt nach der Befreiung anderer Geisel erfahren hat, dass Alon lebt. Laut den Aussagen der freigekommenen Geiseln ist er angekettet in einem Raum in einem Tunnel, 40 m unter der Erde ohne Tageslicht. Er ist am 7. Oktober schwer verletzt worden, seine Wunden an Augen, Schultern und Bein blieben bis heute unbehandelt.
Die Israelis haben dem Vorschlag der Fortführung von Verhandlungen selbstverständlich zugestimmt, die Hamas hat diesen erneut abgelehnt. Je mehr Zeit verstreicht, umso geringer ist die Chance, dass von den 59 verbliebenen Geiseln die überwiegende Zahl lebend nach Israel zurückkehrt.
Heute haben wir auch positiven Zuspruch von Passanten erhalten, die sich spontan zu uns stellten. Die Mehrzahl der Menschen jedoch geht schweigend mit gesenktem Blick an uns vorbei, es ist ihnen unangenehm, uns dort stehen zu sehen. Wir werden auch weiter jeden Dienstag die Namen der Geiseln verlesen, bis alle befreit sind.
Episode am Rande
Normalerweise werden wir auf unseren Mahnwache regelmäßig beschimpft, beleidigt und bespuckt. Wir sind sehr aufmerksam und schauen uns genau an, wer sich uns nähert. Dieser junge Mann jedoch ist der Knaller!
„Lasst endlich unsere Sch… Leute frei!“
Okay, man hätte es etwas anders formulieren können, aber er hat komplett recht: es befinden sich noch immer auch deutsche Staatsbürger in Gaza, seitens der deutschen Regierung, ganz gleich, ob alt oder neu, hört man diesbezüglich nichts.
Die 60. Mahnwache
Heute haben wir zum letzten Mal die Namen von Oded Lifshitz, Shiri Bibas mit ihren beiden kleinen Söhnen, Kfir und Ariel, von unserer Liste der Geiseln abgelesen.
Heute ist Oded im Kibbuz Nir Oz beigesetzt worden. Er war am 7. Oktober verletzt, aber lebend in den Gazastreifen verschleppt worden und ist in Gefangenschaft umgebracht worden.
Zeit seines Lebens hat er sich für ein friedliches Miteinander mit den palästinensischen Nachbarn eingesetzt. Wir haben uns vor ihm verneigt und seinen Namen gerufen, damit dieser nicht vergessen wird.
Onlinevortrag am 5.3.2025
Hunger und Folter israelischer Geiseln in den Augen der Holocaust-Überlebenden
Die Bilder von freigelassenen Geiseln, die von der Hamas gefoltert und abgemagert auf einer Bühne vorgeführt wurden, haben bei vielen Menschen Bilder hervorgerufen, wie wir sie von der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee kennen.
Anat Ronai wird uns am 5.3.25 um 20 Uhr erzählen, was die Bilder der vergangenen Wochen bei ihr ausgelöst haben.
Anat ist mit unserer Vorsitzenden Petra Hemming seit 1979 befreundet. Beide haben am Schüleraustausch zwischen zwei Gymnasien in Haifa und Düsseldorf teilgenommen. Anat ist 62 Jahre alt, Mutter von zwei Töchtern und stolze Großmutter von drei wunderbaren Enkelkindern.
Anat Ronai ist Senior Clinical Research Associate mit 25 Jahren Erfahrung in der pharmazeutischen Industrie. Sie hat einen Master-Abschluss in Psychologie von der Universität Haifa, der ihr wertvolle Einblicke in das menschliche Verhalten ermöglicht hat. Über ihre berufliche Arbeit hinaus engagiert sie sich ehrenamtlich: Seit Beginn des Krieges arbeitet sie in einem Zentrum für häusliche Gewalt und Vergewaltigungsopfer.
Als Holocaustüberlebende der zweiten Generation prägt die Geschichte ihrer Familie Anats Weltanschauung zutiefst. Der Vater überlebte Auschwitz und Mauthausen, die Mutter Theresienstadt. Ihre Erfahrungen haben in Anat eine tiefe Wertschätzung für Resilienz und Fürsprache geweckt und sie motiviert sich zu engagieren um einen positiven Beitrag zur Gesellschaft zu leisten.
Der Link zur Veranstaltung, die in englischer Sprache stattfindet, wird versendet nach Anmeldung unter:
Anmeldung@ganey-tikva-verein.de
Pressemitteilung des Nir Oz Vereins Bergisch Gladbach, 22.02.25
Wir veröffentlichen die Pressemitteilung der Solidaritätspartnerschaft Bergisch Gladbach-Nir Oz, der wir uns inhaltlich vollumfänglich anschließen.
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Rückgabe der Leichname von Opfern des Terrorangriffs auf Kibbutz Nir Oz Die Rückehr stellt für die Angehörigen und das gesamte Land einen schmerzhaften, Zusätzlich wurde der Leichnam von Oded Lifshitz, einem der Mitbegründer des Der Verein Solidaritätspartnerschaft Bergisch Gladbach – Nir Oz e.V. bleibt
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| Ihre Ansprechpartner: Petra Hemming Mobil 0170/3555968 Dr. Roman Salyutov Mobil 0177/1398268 Sitz des Vereins: Am Kuhlerbusch 17a, 51469 Bergisch Gladbach www.bgl-niroz.de info@bgl-niroz.de |
Die 59. Mahnwache
Bei der heutigen 59. Mahnwache wurden wir erneut als „ Kindermörder“ beschimpft, und mehrfach war der Ruf nach „ free Palestine“ zu hören.
Es ist traurig zu erleben, wie die israelische Flagge mit dem Davidstern Menschen triggert.
Nichts anderes als das Verlesen von Namen der Menschen, die sich seit über 500 Tagen in der Hand ihrer Entführer befinden, tun wir seit über einem Jahr und treffen regelmäßig auf Unterstützer der terroristischen Hamas auf der Straße. Zu Gesprächen mit uns auf einer sachlichen Ebene sind sie nicht bereit.
Wir werden auch weiterhin, bis alle Geiseln in Israel sind, die Namen der Menschen vorlesen, die am 7. Oktober 2023 verschleppt worden sind.
Es lebe das Volk Israel 🇮🇱🎗️🇮🇱.