Ausstellung "60 Jahre diplomatische Beziehungen Deutschland Israel" in Düsseldorf
Vor 60 Jahren wurden die diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel aufgenommen. Zu diesem Anlass hat der Ganey-Tikva-Verein eine Ausstellung kuratiert, die bereits in Bensberg und Köln zu sehen war. Diese Ausstellung ist ab Donnerstag, den 27.11.2025 in Düsseldorf zu sehen.
Gadi Moses in Bergisch Gladbach - ein Film von Gaby Spronz
Gadi Moses, 81 Jahre aus dem Kibbuz Nir Oz, war 482 Tage Geisel der Hamas im Gazastreifen. Mit beispielloser Resilienz und Menschlichkeit, mit Mut und Liebe zum Leben und zu seiner Familie, kämpft er sich zurück.
Er hat teilgenommen an einer Friedenskonferenz in Berlin, sich im Landtag Düsseldorf in das goldene Buch eingetragen und Landtagspräsident und Minister persönlich getroffen.
In Bergisch Gladbach hat er im vollbesetzten Ratssaal sehr offen über seine Zeit als Gefangener der Terrororganisation Islamic Jihad gesprochen. Wir haben ihm fest versprochen, dass wir auch weiterhin mit Spenden und Volontärseinsätzen, dafür sorgen, dass sein Kibbuz wieder ein zu Hause werden kann.
Am 11. November haben wir nach einiger Zeit erneut eine Mahnwache abgehalten in der Bergisch Gladbacher Innenstadt. Unsere Freundin Efrat Machikawa, Kulturdiplomatin und Nichte von Gadi Moses, hat eine emotionale Ansprache gehalten, in der sie zur Unterstützung Israels aufrief, speziell aus Deutschland, damit unsere gemeinsamen Werte gewahrt werden.
Gadi Moses, eine ehemalige Geisel der Hamas, berichtet - ein Abend voller Menschlichkeit
Am Abend des 5. November 2025 war der historische Ratssaal in Bergisch Gladbach so gut besucht, dass der hintere Teil geöffnet werden musste. So viele Menschen waren gekommen, um den Bericht des heute 81jährigen Gadi Moses über seine Zeit als Geisel der Hamas zu hören. Sie erlebten einen Menschen von außergewöhnlicher innerer Stärke. Begleitet wurde Gadi Moses von seiner Nichte Efrat Machikawa, die sich seit dem Massaker vom 7. Oktober 2023 unablässig für die Freilassung der Geiseln und die Rückführung der Ermordeten einsetzt.
Gadi Moses wurde am 7.10.2023, dem Tag des größten Massakers an Juden seit der Shoa, aus seiner Heimat, dem Kibbuz Nir Oz im Süden Israels, in den Gazastreifen verschleppt. Er hatte den Schutzraum seines Hauses verlassen, um zur Rettung seiner Familie und seiner Nachbarn mit den Terroristen zu verhandeln.
482 Tage verbrachte er in Gefangenschaft der Hamas in einem kleinen Raum, davon 120 Tage in vollständiger Isolation. Um bei Kräften zu bleiben, ging er stundenlang hin und her, 10 bis 12 Kilometer jeden Tag. Die Terroristen versuchten, seinen Willen zu brechen. Sie versuchten, ihn zum Übertritt zum Islam zu zwingen. Die Erkenntnis „Sie können nicht mehr, als mich töten“ half ihm, ihnen ohne Anzeichen von Angst entgegenzutreten. Er ließ nicht zu, dass sie ihn schlugen. Sie erzählten ihm, seine Frau sei am Leben. Später erfuhr er, dass sie bereits am 7. Oktober getötet worden war. Er entwickelte Strategien, um in der Isolation nicht den Verstand zu verlieren. So sang er immer wieder die Hatikva, die israelische Nationalhymne, die von Hoffnung spricht, der „Hoffnung, zweitausend Jahre alt, zu sein ein freies Volk in unserem Land.“
Nachdem am Montag, 13. Oktober 2025 endlich 20 lebende Geiseln aus der Hand der Terroristen der Hamas freigekommen sind, haben wir heute in der Bergisch Gladbach Innenstadt unsere vorerst letzte Mahnwache durchgeführt. Einerseits sind wir dankbar und glücklich, dass die 20 Lebenden endlich, endlich bei ihren Familien sind und medizinisch und psychisch betreut werden können.
Zwei Jahre Geiselhaft in Dunkelheit in den Tunnel werden bei jedem einzelnen Spuren hinterlassen haben. Andererseits sind wir erschüttert, dass die Hamas erneut ihre Vereinbarungen nicht eingehalten hat und auch die ermordeten Geiseln zurückführt nach Israel.
Die Familien der Ermordeten brauchen diesen Schritt dringend, um endlich Abschied nehmen zu können. 28 Schicksale, 28 Geschichten. Sie müssen endlich heimkehren!
Wir bedanken uns bei allen Mitstreiterinnen und Mitstreiter der letzten 90 Wochen, für ihre Solidarität und ihre klare Position. Wir danken jedem Einzelnen, der sich mit uns ins Gespräch begeben hat.
Wir werden in den nächsten 14 Tagen überlegen, ob und wie wir unsere Mahnwache fortsetzen werden. Eine Gruppe von zwölf Personen wird am Donnerstag, 16. Oktober nach Israel reisen, um beim Wiederaufbau des Kibbuz Nir Oz zu helfen.
Major d.R. der israelischen Verteidigungsarmee Arye Sharuz Shalicar zu Besuch in Bergisch Gladbach
Auf Einladung des Vereins zur Förderung der Städtepartnerschaft Bergisch Gladbach – Ganey Tikva e.V. (unter der Leitung von Petra Hemming) war Arye Sharuz Shalicar, Major d.R. der Israelischen Verteidigungsarmee, Publizist und Autor zu Gast in Bergisch Gladbach. Im vollbesetzten Saal las er aus seinem neuen Buch „Überlebenskampf“, stellte sich mit Charme und Witz den Fragen der Zuhörer und genoss zusammen mit allen Anwesenden in angenehmer Atmosphäre sichtlich zufrieden sein Lieblingsessen, Currywurst mit Pommes Frites.
Bei der Mahnwache am 30. September in Bergisch Gladbach kam es zweimal zu bedrohlichen Situationen. Eine junge Frau mit Kind an der Hand stürmte auf Petra Hemming, die am Mikrofon stand und die Namen der Geiseln verlas, zu und brüllte ihr ins Gesicht, dass es kein Israel gäbe, es gibt nur Palästina!
Teilnehmer der Mahnwache mussten die Frau zurückdrängen. Des Weiteren gab es einen Platzverweis nachdem die Polizei hinzugekommen war, für einen Mann mittleren Alters, der uns entgegenbrüllte, dass wir uns schämen sollen und verschwinden sollten.
Eine Woche vor dem zweiten Jahrestag des Massakers durch die Hamas steigt die Aggressivität der Hamasunterstützer weiter voran.
Die Teilnehmer der Mahnwache haben erneut die Freilassung aller Geiseln gefordert und Bundeskanzler Merz aufgefordert, den Druck auf die Hamas zu erhöhen, damit die 48 Geiseln endlich freikommen. Gestern hatte er in Berlin eine Delegation aus Israel zu Besuch, unter ihnen Familienangehörige der deutschen Geiseln und unsere Freundinnen Efrat Machikawa und Melody Sucharevicz.