Ein Grußwort von Gadi Moses

Heute, am 30.1.26, dem Jahrestag der Befreiung von Gadi Moses aus den Klauen der Hamas, sendet er uns ein Grußwort und bedankt sich bei uns.
Ron Bahat, der Verwaltungschef des Kibbuz, schließt sich dem Dank an.

Dieser Stellungnahme unseres Mitgliedes D. Simons schließt sich der Vorstand des originalen Ganey-Tikva-Vereins vollumfänglich an.

Stellungnahme

Und es ereignete sich in der kleinen Stadt Bergisch Gladbach, dass das Katholische Bildungswerk sich mit einem Städtepartnerschaftsverein zusammentat und sich dazu berufen fühlte, am 27.01.2026, dem Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Ausschwitz-Birkenau über jüdischen Humor und seine Hintergründe im Antisemitismus zu parlieren.

Besagte Stadt tat sich mit diesem Verein immer wieder durch Aktionen hervor, die sich auf besondere Weise mit jüdischem Leben beschäftigten. So hatte man beispielsweise im letzten Jahr die Idee, einen Karnevalsverein am Holocaustgedenktag auftreten zu lassen, eine Veranstaltung, die im letzten Augenblick abgesagt wurde. In diesem Jahr geht es nun um Witze und Karikaturen der jüdischen Opfer, die in der Zeit des Nationalsozialismus entstanden sind. Die Erklärzauberer sind vermeintliche Experten, die das Katholische Bildungswerk für berufen hält, Interessierten, aber auch den Nachfahren der Opfer zu erklären, wie sie den Humor der Juden zu verstehen haben. Nun wäre eine Auseinandersetzung mit jüdischem Humor als Überlebensstrategie ja eine durchaus interessante Angelegenheit, wenn nicht dieses Datum im Wege stünde: der 27.01., der Holocaust-Gedenktag, bei welchem es um das stille Gedenken an und das Trauern um insbesondere sechs Millionen ermordete Juden geht. 

So entstand also auf einer Internetplattform eine lebhafte Diskussion.

Denn als Bürger der Stadt (darunter auch Nachkommen der Opfer) darauf hinwiesen, dass der Termin pietät-, respekt-, und völlig empathielos sei, ging der Moderator der Veranstaltung nonchalant über die Bedenken hinweg und erklärte gar, dass es ja darum ginge, der Opfer auf diese Art und Weise zu gedenken. Er sprach sogar davon, dass die jüdischen Opfer arisiert worden seien, ohne daran zu denken, dass nicht die Menschen, sondern deren Vermögen „arisiert“ worden sind (Arisierung bedeutet die systematische materielle Enteignung jüdischer Bürger mit dem Ziel, sie aus der Gesellschaft auszugrenzen) – geschenkt. Wen kümmern schon solche Kleinigkeiten, wir wollen ja mal nicht so kleinlich sein. Bei so viel Expertentum sind wir nun gespannt, ob auch jüdische Bürger der Stadt diese Veranstaltung besuchen werden.

Aber das ist ja auch nicht so wichtig – Hauptsache alle Anwesenden haben einen witzigen Abend – frei nach dem Motto “Manches lässt sich nur mit Humor ertragen“ (Ankündigung im KStA)! Na denn, wir wünschen viel Vergnügen!

Wir, der Ganey-Tikva-Verein von 2015, sind in keinster Weise an dieser Veranstaltung beteiligt und distanzieren uns in aller Deutlichkeit von dieser taktlosen, peinlichen und geschmacklosen Veranstaltung.

Liebe Freunde,
 
in dieser Woche hatte ich die Ehre Herrn Wolfgang Rolshoven, den Antisemitismusbeauftragten der Stadt Düsseldorf und Frau Jessica Breitkopf, Mitarbeiterin des Düsseldorfer Oberbürgermeisters in unserer Ausstellung in Düsseldorf-Benrath zu begrüßen.
Gemeinsam mit Elke Bieber, die unsere Ausstellung maßgeblich konzipiert hat, haben wir uns über die Vielschichtigkeit der Beziehungen zwischen Israel und Deutschland austauschen können. Bis Ende März ist die Ausstellung noch im Lilli-Marx-Raum im Bürgerhaus Benrath zu sehen. 
 

Wir hoffen, dass sie von dort noch an weitere Orte wandern wird. Ein Foto vom Besuch in der Ausstellung ist anbei. 

 

Informationen zum Lilli-Marx-Raum findet man hier:

Mahnwache für ein ermordetes Baby

Zur ersten Mahnwache des Jahres 2026 haben wir gemeinsam an Kfir Bibas gedacht, der in dieser Woche 3 Jahre alt geworden wäre. Im Alter von zehn Monaten wurde er im November 2023 von Terroristen der Hamas mit bloßen Händen und kaltblütig ermordet. Auch sein großer Bruder Ariel, vier Jahre alt, wurde zu Tode gewürgt.

Die Mutter der beiden, Shiri Bibas, wurde ebenfalls umgebracht.

Wir werden nie vergessen und nie verzeihen! Das, was wir aber tun können, ist den Wiederaufbau des Kibbuz Nir Oz, der das zu Hause der Familie Bibas war, zu unterstützen mit Volontäreinsätzen vor Ort und mit Spenden.

Weiterlesen

Hilfe für Nir Oz - Bethestiftung verdoppelt privates Spendenvolumen

Das Unternehmerehepaar Bethe fördert im Rahmen ihrer Stiftung Projekte, die einen Beitrag zur Verbesserung der Gesellschaft in Richtung Humanität und Toleranz leisten.

Die Bethestiftung unterstützt den Wiederaufbau des Kibbuz Nir Oz im Süden Israels mit einer besonders großzügigen Geste: Der Verein Solidaritätspartnerschaft Bergisch Gladbach – Nir Oz e. V. sammelt seit geraumer Zeit Spenden zum Wiederaufbau des am 7. Oktober 2023 stark zerstörten Kibbuz und entsendet Dutzende von freiwilligen Helferinnen und Helfern für den Wiederaufbau. 

Die Bethe-Stiftung  hat sich nun entschlossen, das durch Spenden und Benefizkonzerte eingeworbene Spendenvolumen zu verdoppeln, wie das jüdische Onlinemagazin Ha Galil berichtet.

Ein bewegendes Gespräch aus Nir Oz

Aktuell ist die dritte Gruppe Volontäre im Kibbuz Nir Oz um beim Wiederaufbau zu helfen. Eine der Teilnehmerinnen hat eine besondere Geschichte:

Carolin Bohl wurde am 7. Oktober 2023 von Terroristen im Kibbuz Nir Oz ermordet. Ihre Mutter Sonja Bohl-Denker unterstützt den Wiederaufbau des Kibbuz und die Aktivitäten der Solidaritätspartnerschaft Bergisch Gladbach Nir Oz e.V.

10 Jahre Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Bergisch Gladbach-Ganey Tikva e.V.

In diesem Jahr wird der Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Bergisch Gladbach-Ganey Tikva 10 Jahre alt. Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, über das Land Israel zu informieren sowie Begegnungen zwischen den Menschen in Bergisch Gladbach und Israel zu fördern. Hierzu haben seit seiner Gründung bis zum Jahr 2023 zahlreiche „Begegnungsfahrten“ stattgefunden, die es den Teilnehmern ermöglichten, die israelische Kultur kennen- und verstehen zu lernen. Zahlreiche Kontakte und Freundschaften zwischen Bergisch Gladbach und Ganey Tikva sind auf diesen Reisen geknüpft worden.

Weiterlesen