Eine friedliche 24. Mahnwache

Die 24. Mahnwache verlief überraschend ruhig. Keine Pöbeleien, ein Passant spendete uns sogar Beifall.

Eine junge Frau ging vorbei und rief uns auf Hebräisch zu „Vielen Dank, dass ihr da seid!“

Heute, am 7. Mai, also genau sieben Monate nach dem Massaker sind es nur noch 132 Geiseln, die sich noch immer in der Hand der Terrororganisation befinden.

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Mahnwache Nummer 23 – schönes Bergisches Wetter und ein paar offene Fragen

Während der Nahe Osten brennt, die IDF in Gaza nach den Geiseln sucht, in Israel die Preise für tägliche Bedarfsgüter ins Absurde steigen und die Unis in den USA täglich mit wütenden Protesten von Hamasanhängern fertig werden müssen, stehen wir immer noch jeden Dienstag auf dem Trotzenburgplatz und erinnern an das Schicksal der seit 207 Tagen (Stand 30. April) gefangen gehaltenen Geiseln in Gaza. Wir tun das, weil wir nicht mehr machen können. Aber das, was wir tun können, tun wir auch. Denn wenn wir es nicht machen, macht es keiner.


Uns geht es um die Geiseln. Um 133 Frauen, Kinder und Männer. Wir demonstrieren nicht für die Regierung Netanjahu, nicht gegen die Menschen in Gaza, die unter der Hamas leiden, wir äußern uns nicht zur Siedlungspolitik auf der Westbank oder anderen Fragen. Umso mehr verwundert uns die blinde Wut, die uns entgegenschlägt, insbesondere aus Teilen (!) der muslimischen Community. Der Anblick des Davidsterns im Lande der Shoa muss für manche Zeitgenossen unerträglich zu sein. Es kommen die absurdesten Aussagen: die Berichte vom 7. Oktober seien Fakenews, die IDF begehe in Gaza einen Völkermord usw.. Manche bleiben stehen und grinsen breit, wenn wir die Namen von entführten Kindern vorlesen. Und unsere jüdischen Freundinnen und Freunde haben wieder Angst. In Europa. In Deutschland. In Bergisch Gladbach. Im Jahr 2024.

Was passiert da? Mitten in Europa, zumal in einer Stadt, von der ein ehemaliger Spitzenpolitiker einst behauptet hat, den Antisemitismus hierorts müsse man mit dem Nano-Mikroskop suchen.

Nein, ein Mikroskop brauchen wir hier wirklich nicht mehr, um zu sehen, was geschieht. Es genügt ein Besuch auf dem Trotzenburgplatz, jeden Dienstag um 18:00 Uhr.

Vielen Dank an die Polizei für den umsichtigen Schutz, den wir jeden Dienstag erhalten. Ohne diesen ginge es nicht.

#BringThemHomeNow

Die 22. Mahnwache, ein Besucher aus Israel und ein eindringlicher Vortrag

Bei der 22. Mahnwache für die Geiseln in Gaza am 23. April 2024 hat uns Oliver Vrankovic unterstützt.

Oliver stammt aus Esslingen in Baden-Württemberg, lebt aber seit 17 Jahren in Israel. Der alleinerziehende Vater arbeitet als Altenpfleger in Ramla im Herzen Israels. Als Vortragsreisender und Speaker informiert er regelmäßig in Deutschland über die Lage in Israel. Er ist dem Ganey-Tikva-Verein seit langem sehr verbunden.

Oliver kritisierte das Vorgehen der Weltgemeinschaft beim Versuch, die Geiseln durch Verhandlungen freizubekommen. Auf der anderen Seite werde in Israel das Bemühen der deutschen Seite bei der Unterstützung Israels durchaus gesehen und gutiert.

Nach der Mahnwache hielt Oliver Vrancovic in der VHS einen Vortrag, in dem er sehr eindringlich schilderte, wie er und seine Tochter den 7. Oktober erlebt haben. Dazu gehörten viele Einzelaspekte wie der späte Gegenschlag der israelischen Armee, die Kritik an der Regierung Netanjahu und die Entwicklung der Stimmung in der israelischen Bevölkerung.

Olivers Worte hat die 20 Anwesenden sehr berührt.

#21 – Eine Mahnwache ohne Zwischenfälle

Die 21. Mahnwache, in der wir erneut die Namen der Geiseln verlesen haben, verlief ausnahmsweise störungsfrei. Julia G. erinnerte daran, dass hinter jedem Namen eine Familiengeschichte und ein einzelner Mensch stehen.

Petra Hemming rief noch einmal in Erinnerung, dass unter den 133 Geiseln zehn Menschen mit einem deutschen Pass sind. Sie forderte im Namen aller Anwesenden die Bundesregierung auf, alles daran zu setzen, dass alle Geiseln befreit werden.

Sie befinden sich seit über sechs Monaten in der Hand der Hamas.

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Für die Geiseln in Gaza – Demo durch die Innenstadt am 10.4.2024

Schon ein halbes Jahr werden 133 Menschen, die aus dem Süden Israels
entführt wurden, als Geiseln in Gaza festgehalten, der Jüngste davon ist gerade
einmal ein Jahr alt.

Um wie jede Woche an das Schicksal der Geiseln zu erinnern hat der Ganey-Tikva-Verein am 10. April einen kleinen Demonstrationszug organisiert. Ca. 30 Freundinnen und Freunde Israels zogen von der RheinBerg Galerie auf den Konrad-Adenauer-Platz, wo Johannes Platz, Vorsitzender der Deutsch-Israelischen Gesellschaft AG Köln, nicht nur auf die Lage in Nahost, sondern auch auf den unübersehbaren Antisemitismus in Bergisch Gladbach aufmerksam machte. Diesen empfinde er stärker ausgeprägt als anderen Orten. Als aktuelles Beispiel verwies er auf einen Vorfall vor Beginn der Veranstaltung.

Einer der Teilnehmer, der aus Köln angereist war, wurde von einer jungen Migrantin empfangen mit den Worten:

„Ich hoffe, dass Deine Mutter vergast wird.“

Welch ein Empfang in der Papierstadt.

Es gab während des gesamten Aufzuges weitere Störungen, Anfeindungen und Hassparolen, auch, als wir die Hatikva sangen und die Namen der Geiseln verlasen. Die Polizei war mit relativ vielen Kräften vor Ort und hat unsere Sicherheit garantiert.

Uns hat die Demonstration wieder einmal vor Augen geführt, dass unsere jüdischen Freundinnen und Freunde in Gefahr sind.

In Bergisch Gladbach. In Deutschland. In Europa. Im Jahr 2024. Unerträglich.

 

Sechs Monate Angst – Kundgebung in Köln für die Hamas-Geiseln

Genau sechs Monate nach dem barbarischen Überfall auf Israel hat die Allianz gegen Antisemitismus, der wir als Verein angehören, erneut zur Kundgebung aufgerufen. Dem Aufruf, sich zum 7. April 2024 auf dem Kölner Heumarkt zu versammeln, waren hunderte Menschen gefolgt, so z. B. Herr Rabbiner Brukner von der Synagogengemeinde Köln und deren Kantor.

Die Sprecher erneuerten ihre unbedingte Solidarität mit Israel, den Familien der Geiseln und den Geiseln selbst und betonte nochmals, dass es nicht in Vergessenheit geraten dürften. Verantwortlich für die aktuelle Situation sei einzig und allein die Hamas. Sie könnte morgen den Krieg beenden, wenn sie die Geiseln frei ließen und die Waffen niederlegten.

Wie jede Woche auf der Gladbacher Mahnwache verlas Petra Hemming auch hier die Namen der 134 Geiseln. „Wir rufen ihren Namen und werden sie nicht vergessen.“ Darüber hinaus stellte sie die Arbeit des israelsolidarischen Vereins „Bergisch Gladbach – Nir Oz“ und dessen Arbeit vor.
Gemeinsam mit der israelischen Sängerin Lior Perez sangen die Frauen der Allianz gegen Antisemitismus auf der Bühne gemeinsam abschließend die Hatikva, um auf die sexualisierte Gewalt gegen Frauen von der Hamas hinzuweisen.

Prof. Igor Epstein aus Köln und Roland Kaufhold umrahmten diese Veranstaltung auf dem Heumarkt musikalisch.

Die folgenden Bilder: Ruben Fotograf Köln



#BringThemHomeNow

19. Bergisch Gladbacher Mahnwache verläuft turbulent

Auf der 19. Mahnwach4e für die 134 Geiseln, die in Gaza immer noch von den Terroristen festgehalten werden, ging es am heutigen 2. April recht turbulent zu. Wie seit einigen Wochen zu beobachten unterstützt uns ein Teil der Bevölkerung, andere Zeitgenossen reagieren mit Hass und den widerlichsten Beleidigungen auf unsere Aktionen.

Da sich die Aggression diesmal nicht nur gegen uns, sondern auch gegen die Flagge Israels gerichtet hatte, wird die Polizei, die sofort zur Stelle war, um den Aggressor aus dem Spiel zu nehmen, die Sache an den Staatschutz weiterleiten.

Wir machen auf das Schicksal unschuldiger Menschen aufmerksam. Unsere Aktion richtet sich nicht gegen die Bevölkerung von Gaza, die unter den Terroristen genauso leidet wie die Menschen in Israel.

#BringThemHomeNow