Die neue Angst der Jüdinnen und Juden in Deutschland

Am 10.2. haben wir erneut unsere Solidarität mit den Jüdinnen und Juden in Deutschland und mit dem Staat Israel bekräftigt. Ohne Pöbeleien und auch ohne Mittelfinger oder sonstige Beleidigungen.
Petra Hemming verlas einen an sie gerichteten Brief eines jüdischen Freundes.

Er beschreibt in dem Brief seine Angst vor der aktuellen Entwicklung und den Bedrohungen, die er als Jude in Deutschland täglich erlebt. Für uns einmal mehr Motivation, weiterzumachen und uns laut gegen Hass auf Israel und auf Juden in Deutschland zu engagieren.

Der Ganey Tikva Verein unterstützt die Kampagne "AfD-Verbot jetzt NRW"

Wir möchten unseren Freundinnen und Freunden die Kampagne „Afd-Verbot jetzt“ ans Herz legen.

Am 8.2.2026 war in Bochum der NRW-weite Kampagnenstart für diese Aktion. Ziel ist es, mindestens 100.000 Unterschriften zu sammeln.

Hier geht es zur Onlinekampagne

Damit sollen der Landtag in Düsseldorf und die Landesregierung von Hendrik Wüst aufgefordert werden, sich im Bundesrat für die Beantragung eines AfD-Verbotsverfahrens beim Bundesverfassungsgericht gemäß Art. 21 (2) GG einzusetzen.

Wer nicht online, sondern lieber analog unterschreiben möchte, ist jeden Samstag beim Stand des Vereins Bergisch Gladbach für Demokratie und Vielfalt e. V. in der Fußgängerzone (zwischen 10:00 und 13:00 Uhr vor dem „Inferno“) herzlich willkommen.

Vortrag von Ferdinand Heckel in Laurentiussaal am 25.02.2026

Stummer Schrei - Sexuelle und geschlechtsspezifische Gewalt als Kriegsstrategie

Ein Grußwort von Gadi Moses

Heute, am 30.1.26, dem Jahrestag der Befreiung von Gadi Moses aus den Klauen der Hamas, sendet er uns ein Grußwort und bedankt sich bei uns.
Ron Bahat, der Verwaltungschef des Kibbuz, schließt sich dem Dank an.

Dieser Stellungnahme unseres Mitgliedes D. Simons schließt sich der Vorstand des originalen Ganey-Tikva-Vereins vollumfänglich an.

Stellungnahme

Und es ereignete sich in der kleinen Stadt Bergisch Gladbach, dass das Katholische Bildungswerk sich mit einem Städtepartnerschaftsverein zusammentat und sich dazu berufen fühlte, am 27.01.2026, dem Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Ausschwitz-Birkenau über jüdischen Humor und seine Hintergründe im Antisemitismus zu parlieren.

Besagte Stadt tat sich mit diesem Verein immer wieder durch Aktionen hervor, die sich auf besondere Weise mit jüdischem Leben beschäftigten. So hatte man beispielsweise im letzten Jahr die Idee, einen Karnevalsverein am Holocaustgedenktag auftreten zu lassen, eine Veranstaltung, die im letzten Augenblick abgesagt wurde. In diesem Jahr geht es nun um Witze und Karikaturen der jüdischen Opfer, die in der Zeit des Nationalsozialismus entstanden sind. Die Erklärzauberer sind vermeintliche Experten, die das Katholische Bildungswerk für berufen hält, Interessierten, aber auch den Nachfahren der Opfer zu erklären, wie sie den Humor der Juden zu verstehen haben. Nun wäre eine Auseinandersetzung mit jüdischem Humor als Überlebensstrategie ja eine durchaus interessante Angelegenheit, wenn nicht dieses Datum im Wege stünde: der 27.01., der Holocaust-Gedenktag, bei welchem es um das stille Gedenken an und das Trauern um insbesondere sechs Millionen ermordete Juden geht. 

So entstand also auf einer Internetplattform eine lebhafte Diskussion.

Denn als Bürger der Stadt (darunter auch Nachkommen der Opfer) darauf hinwiesen, dass der Termin pietät-, respekt-, und völlig empathielos sei, ging der Moderator der Veranstaltung nonchalant über die Bedenken hinweg und erklärte gar, dass es ja darum ginge, der Opfer auf diese Art und Weise zu gedenken. Er sprach sogar davon, dass die jüdischen Opfer arisiert worden seien, ohne daran zu denken, dass nicht die Menschen, sondern deren Vermögen „arisiert“ worden sind (Arisierung bedeutet die systematische materielle Enteignung jüdischer Bürger mit dem Ziel, sie aus der Gesellschaft auszugrenzen) – geschenkt. Wen kümmern schon solche Kleinigkeiten, wir wollen ja mal nicht so kleinlich sein. Bei so viel Expertentum sind wir nun gespannt, ob auch jüdische Bürger der Stadt diese Veranstaltung besuchen werden.

Aber das ist ja auch nicht so wichtig – Hauptsache alle Anwesenden haben einen witzigen Abend – frei nach dem Motto “Manches lässt sich nur mit Humor ertragen“ (Ankündigung im KStA)! Na denn, wir wünschen viel Vergnügen!

Wir, der Ganey-Tikva-Verein von 2015, sind in keinster Weise an dieser Veranstaltung beteiligt und distanzieren uns in aller Deutlichkeit von dieser taktlosen, peinlichen und geschmacklosen Veranstaltung.

Gegen das Vergessen - Konzert zum Internationalen Holocaustgedenktag

Im Gedenken an die Befreiung des Konzentrationslagers Ausschwitz durch die Rote Armee laden wir herzlich zu der Veranstaltung von Dr. Roman Salyutov ein.

Pressemitteilung: Charity-Abend in Nürnberg - Ein Gästehaus für Kibbuz Nir Oz

Charity-Abend in Nürnberg:

Ein Gästehaus für Kibbuz Nir Oz am Sonntag, 25. Januar, ab 16:00 Uhr

Nürnberg, 19. Januar 2026

Vor dem Hintergrund des anhaltenden Terrors gegen jüdisches Leben und der fortdauernden Folgen des Hamas-Angriffs vom 7. Oktober 2023 lädt ein breites Nürnberger Bündnis zu einer Spendenveranstaltung zugunsten des durch den Terrorangriff fast vollständig zerstörten israelischen Kibbuz Nir Oz ein.

Veranstaltet wird der Abend von der Israelitischen Kultusgemeinde Nürnberg gemeinsam mit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Nürnberg-Mittelfranken, der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Mittelfranken, dem TSV Maccabi Nürnberg, dem Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Nürnberg–Hadera e. V., Run For Their Lives Nürnberg, dem AK „Suchet der Stadt Bestes“ und dem Forum für Jüdische Geschichte und Kultur. Die Veranstaltung findet in den Räumen der Israelitischen Kultusgemeinde in Nürnberg (IKGN), Arno-Hamburger-Str. 3, nahe des Nordostbahnhofs statt.

Verein aus Bergisch Gladbach stellt Wiederaufbauprojekt vor

Im Mittelpunkt des Charity-Events steht ein Wiederaufbauprojekt des Vereins Solidaritätspartnerschaft Bergisch Gladbach – Nir Oz e. V., der seit dem Terrorangriff die Überlebenden des Kibbuz unterstützt. Nir Oz liegt im Süden Israels, nur knapp drei Kilometer vom Gazastreifen entfernt. Zahlreiche Bewohner wurden ermordet oder verschleppt, viele Familien verloren Angehörige und ihr Zuhause. Die Überlebenden sind bis heute Binnenflüchtlinge in Israel.

Vereinsgründerin Petra Hemming stellt an diesem Abend das zentrale Wiederaufbauprojekt vor: den Neubau des zerstörten Gästehauses des Kibbuz. Dieses soll künftig freiwilligen Helfern als Unterkunft dienen und ein lebendiger Ort der Begegnung, des Austauschs und der Solidarität werden. Hemming berichtet in ihrem Vortrag über die aktuelle Lage in Nir Oz, die Hilfsmaßnahmen des Vereins und die Bedeutung internationaler Unterstützung. Weitere
Informationen über den Verein unter: www.bgl-niroz.de

Weiterlesen
Veröffentlicht unter Presse