Die 82. Mahnwache - Gedenken an Rom Braslawski und Ariel Bibas

Heute, bei unserer 82. Mahnwache haben wir an Rom Braslawski erinnert, einen Sicherheitsbeamten des Nova Festivals, 19 Jahre alt, am Tag seiner Verschleppung in den Gazastreifen am 7. Oktober 2023.

In der letzten Woche hat der Islamische Jihad ein Video veröffentlicht, auf dem er, nun 21-jährig zu sehen ist. Er ist völlig abgemagert, schwach, erschöpft von physischer und psychischer Folter. Seit über 660 Tagen wird er im Gazastreifen festgehalten. 

Er ist deutscher Staatsbürger.

Heute wäre Ariel Bibas sechs Jahre alt geworden. Der kleine rothaarige Junge war zusammen mit seiner Mutter und seinem kleinen Bruder Kfir am 7. Oktober in den Gazastreifen aus dem Kibbuz Nir Oz verschleppt worden. Er, sein kleiner Bruder und seine Eltern sind zu einem der Symbole für den Terror des 7. Oktober geworden. Heute wissen wir, dass Ariel, Kfir und ihre Mutter Shiri bereits im November 2023 kaltblütig von den Terroristen ermordet wurden.

Wir werden so lange auf die Straße gehen, bis alle Geiseln befreit sind.

Noch immer sind 50 Menschen in der Hand der Terroristen, 20 von ihnen leben mutmaßlich noch. Unter den Geiseln sind 7 Deutsche.

Wir fordern ihre und die Freilassung aller Geiseln!

Die 81. Mahnwache

Bei der heutigen 81. Mahnwache haben wir uns wie gewohnt beschimpfen und beleidigen lassen müssen, Polizei war nicht anwesend. Wir bieten immer wieder Gespräche an, sofern diese sachlich ablaufen. Menschen, die die humanitäre Lage in Gaza beklagen und natürlich Israel dafür verantwortlich machen, sind in ihrem Hass unbelehrbar. Es muss doch für jeden Menschen klar sein, dass die humanitäre Situation verbessert wird in dem Moment, wo die Geiseln freikommen. Darum geht es den Israelhassern aber nicht.

Wir haben uns nicht entmutigen lassen, heute waren wir eine große Gruppe, hatten Unterstützung von in Köln lebenden Israelis, auch spontan haben sich Menschen zu uns gesellt. Eine der Teilnehmerinnen aus Köln hatte selbst gebackenen Kuchen mitgebracht, es war eine typisch israelisch, energiegeladene und positive Stimmung mitten auf der Straße in Bergisch Gladbach!



Unsere anschließende Runde im Café war genauso positiv gestimmt und wir werden weitermachen und jeden Dienstag die Namen der Geiseln verlesen, bis alle zu Hause sind.

Die 80. Mahnwache im Zeichen der Solidarität mit den Drusen

Heute bei unserer 80. Mahnwache, haben wir wie immer die Namen der verbleibenden 50 Geiseln verlesen und wie immer darauf hingewiesen, dass noch immer 7 Deutsche unter den Geiseln sind.

Unsere Mahnwache heute stand im Zeichen der Solidarität mit den Drusen, die nicht nur in Israel, sondern auch im Libanon und in Syrien leben. Dort sind sie seit einigen Tagen einem schlimmen Pogrom ausgesetzt, durchgeführt von islamistischen Terroristen, die sie demütigen, foltern und ermorden. Genau wie die Hamas filmen sie stolz ihre Taten und stellen diese in die sozialen Medien.

Die drusische Bevölkerung in Israel ist ein Teil der Gesellschaft, sie gehen freiwillig zur Armee, obwohl sie dies nicht müssten, sind eine bunte Bereicherung für die genauso bunte gesamte israelische Gesellschaft.

Heute wurde einer unserer Teilnehmer während der Verlesung der Geiselnamen bedroht. Ein junger Mann war auf dem Weg in das Fitnessstudio im LöwenCenter und sagte wörtlich: halt die Klappe, oder du kriegst Prügel.

Polizei war in dem Moment leider nicht greifbar.

Bis zur letzten Geisel werden wir weiter jeden Dienstag Flagge zeigen.

Verstärkung aus Berlin bei der 79. Mahnwache - Karoline Preisler in Bergisch Gladbach

Auf unserer 79. Mahnwache wurden wir unterstützt von der Berliner Politikerin und Aktivistin Karoline Preisler.

Gemeinsam mit ihr haben wir die Namen der Geiseln verlesen und ihre sofortige Freilassung gefordert. Viele Freunde und Unterstützer waren gekommen, um unsere Mahnwache und den anschließenden Demo-Zug zum Konrad Adenauer Platz zu begleiten.

Der anschließende Vortrag im historischen Ratssaal von Karoline Preisler hat uns Mut gemacht, uns weiter einzusetzen für die Freilassung der Geiseln, unsere Solidarität mit Israel zu zeigen und Demokratie zu verteidigen. Der Ratssaal war mit 80 Menschen mehr als gut gefüllt, der Demo-Zug verlief wegen der anwesenden Polizei. friedlich, wenn auch nicht ohne Zwischenrufe von der Seite.

Vielen Dank allen Beteiligten und vor allen Dingen an Karoline Preisler für ihre Unterstützung.

Die 78. Mahnwache - ohne Worte

Bei der heutigen Mahnwache haben wir überwiegend schweigend an die Geiseln erinnert, die sich noch immer in der Hand der Hamas befinden.

Ein Orchester der Bergisch Gladbacher Musikschule spielte in der Fußgängerzone wunderbare Musik, wir wollten diesen Auftritt nicht stören.

Erschreckend ist jedoch zu sehen, dass Menschen sich alleine durch unsere Anwesenheit provoziert fühlen und uns darüber belehren, dass die israelische Regierung es selbst war, die am 7. Oktober zugelassen hat, dass Menschen ermordet und entführt wurden, nur damit sie einen Grund haben, einen Krieg zu beginnen mit dem Gazastreifen. Dies ist an Absurdität kaum zu übertreffen, die Aussage kam von einem jungen Mann, der uns zu verstehen gab, dass er das ganz genau wüsste! Er bezeichnete Israel als Terrorstaat. Dies zeigt einmal mehr, wo unser Hauptproblem liegt: Bildung und Aufklärung – und damit ist nicht die TikTok-Universität gemeint – sind wichtiger als je zuvor.

Natürlich gab es auch mehrfach den erhobenen Mittelfinger, die Polizei war leider nur kurz dort, sonst wäre auch das wieder zur Anzeige gebracht worden.

Wir sind weiter jeden Dienstag an der gleichen Stelle, bis alle Geiseln frei sind!

77. Mahnwache - Gedanken zu Tamir Adar

Auf unserer heutigen Mahnwache haben wir an Tamir Adar erinnert, seine Familie hat vor wenigen Tagen seinen 40. Geburtstag begangen.

Tamir stammte aus dem Kibbuz Nir Oz, war ein sehr hilfsbereiter und sozialer Mensch, er hatte auch einen Beruf gewählt im sozialen Bereich und mit Jugendlichen gearbeitet.

Auf unserer heutigen Mahnwache haben wir an Tamir Adar erinnert, seine Familie hat vor wenigen Tagen seinen 40. Geburtstag begangen. Tamir stammte aus dem Kibbuz Nir Oz, war ein sehr hilfsbereiter und sozialer Mensch, er hatte auch einen Beruf gewählt im sozialen Bereich und mit Jugendlichen gearbeitet. Am Morgen des 7. Oktober glaubte er seine Familie in dem Schutzraum des Hauses in Kibbuz Nir Oz in Sicherheit, er verließ die Familie um seinen Kibbuz, seine Nachbarn und alle Menschen, die im nah waren, zu schützen vor den eindringenenden Terroristen. Wie durch ein Wunder haben seine Frau und die beiden kleinen Kinder den 7. Oktober überlebt. Tamir jedoch kehrte nie zurück. Bis heute hält die Hamas seinen Leichnam im Gazastreifen fest, er wurde im Januar 2024 für tot erklärt.

Die Familie konnte bis heute keinen Abschied nehmen. Tamir war deutscher Staatsbürger. Seine Großmutter Jaffa war aus Deutschland nach Israel gekommen und gehörte zu den Gründern des Kibbuz Nir Oz im westlichen Negev. Sie war aus Deutschland geflohen, konnte dem Holocaust entkommen, um am Ende ihres Lebens mit ansehen zu müssen, dass ihr Enkel Tamir von Terroristen ermordet wurde.

Wir werden auch weiterhin jeden Dienstag die Namen der 50 Geiseln verlesen, bis alle befreit und zu Hause sind.

Die Aggressivität steigt von Woche zu Woche

Heute, bei der 76. Mahnwache, waren wir eine relativ große Gruppe. Noch bevor wir mit dem Verlesen der Namen der 50 Geiseln begonnen hatten, wurden wir zweimal mit einem Mittelfinger beleidigt. Leider war Polizei nicht vor Ort.
Im Laufe unserer Mahnwache steigerte sich die Aggressivität, drei junge Frauen belästigten und beleidigten uns und einen unserer ältesten Teilnehmer massiv. Natürlich entfernten sie sich in der Sekunde, als wir die Polizei alarmierten. 

Wahrscheinlich muss wirklich erst etwas massiv Gewalttätiges geschehen bei unseren Mahnwachen, bis wir regelmäßig Polizeischutz bekommen.

Heute haben wir an Amiram Cooper erinnert, der im Alter von 84 Jahren gemeinsam mit seiner Frau Nurit am 7. Oktober aus dem Kibbuz Nir Oz lebend verschleppt wurde.

Im Januar 2024 teilte die IDF mit, dass Amir Cooper in der Geiselhaft ermordet worden ist, während seine Frau lebend frei kam.

Amiram Cooper war einer der Gründer des Thibout Nir Oz. Möge sein Andenken ein Segen sein.

Wir werden weitermachen. Bis alle Geiseln frei sind.