Demo für die Geiseln und 31. Mahnwache

Ca. 20 Freundinnen und Freunde Israels haben sich am 2.7.2024 zu einem kleinen Demonstrationszug in der Bergisch Gladbacher Innenstadt zusammengefunden, um für die Freilassung der ca. 120 noch in Gaza festsitzenden Geiseln zu demonstrieren.


Auf dem Konrad-Adenauer-Platz machte Petra Hemming auf die Beflaggung des Bergisch Gladbacher Rathauses aufmerksam, bei der die israelische Flagge fehlt.

Nie wieder war offenbar gestern.


Nach dem Demonstrationszug ging es zurück zum Trotzenburgplatz zur fast schon traditionellen Mahnwache.

Es war die 31.

Jüdisches Leben gestalten

Soweit wir wissen, hat es in Bergisch Gladbach nie eine jüdische Gemeinde gegeben. Die geographische Nähe zu Köln lässt vermuten, dass die jüdischen Familien, die in Bergisch Gladbach lebten, sich dorthin orientierten.

Der Ganey-Tikva-Verein entwickelte sich in den letzten Jahren immer mehr zu einem verlässlichen und kompetenten Ansprechpartner für Juden und Jüdinnen, die in der Region leben und mit unserer organisatorischen Unterstützung viele Veranstaltungen u.a. zu den jüdischen Feiertagen organisieren. Wir freuen uns, dass wir das Erwachen Jüdischen Lebens in der Stadt Bergisch Gladbach unterstützen können.

Wir verankern jüdisches Leben als selbstverständlichen Teil der stadt-gesellschaftlichen Diversität. Dazu gehören mehrere öffentliche Kabbalat Shabbat, Chanukka-Feiern, ein erster Pessach-Seder in 2024 und eine Purim-Party, bei denen religiöse, säkulare und Nicht-Jüdinnen*Juden zusammenkamen.

Schildgener Stolpersteine

In den zurückliegenden Wochen hat der GTV die Stolpersteine in Bergisch Gladbach geputzt. Am 4.7.24 haben wir uns mit der Enkelin von Dr. Erich Deutsch, Frau Ursula Völkner und dem Künstler Helmut Brands an der von uns errichteten Stele für Erich Deutsch getroffen und an ihn – stellvertretend für alle Opfer des Naziterrors – erinnert. Vor erst 80 Jahren wurden einige  der Bergisch Gladbacher Juden nach Theresienstadt deportiert und dort umgebracht.

„Wir dachten, dass der Antisemitismus in Deutschland nach der Shoa niedergerungen sei – eine Fehleinschätzung. Nie war er weg, der Judenhass.

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