6:56 – eine Fotoausstellung: ab November in Köln und Bergisch Gladbach
Die Fotoausstellung 6:56 dokumentiert das Ausmaß der Gewalt vom 7. Oktober 2023 in den Kibbuzim Be’eri, Re’im und Nir Oz. Sie hat bereits in vielen deutschen Städten Station gemacht und kommt nun auch zu uns.
Foto: DIG Würzburg
Die sehr gefragte Wanderausstellung „6:56“ der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG) Würzburg und der DIG Rhein-Neckar ist im November und Dezember in Köln und Bergisch Gladbach zu sehen. Sie zeigt Fotos aus Be’eri, Re’im und Nir Oz. Für diese drei Kibbuzim bedeuteten die Terror-Attacken vom 7.10. 2023 den Anfang vom Ende.
6:56 Uhr am 7. Oktober 2023: Der Angriff auf den Kibbuz Be´eri beginnt
6:56 Uhr: Ein Hamas-Terrorist schlägt mit seinem Gewehr ein Fenster am Empfangshäuschen des Kibbuz Be’eri ein. Eine Überwachungskamera hält diesen Moment fest.
Zum Zeitpunkt der Terrorattacke lebten in Be’eri etwa 1200 Menschen. Mindestens 125 Menschen wurden brutal ermordet, 32 als Geiseln nach Gaza entführt. Derzeit leben wieder 70 Personen in Be’eri.
Von dem viel kleineren Kibbuz Nir Oz mit ursprünglich 450 Einwohnerinnen und Einwohnern wurden die meisten ermordet oder verschleppt. Die Überlebenden haben in der Stadt Eilat eine vorübergehende Bleibe gefunden. Der Verein Solidaritätspartnerschaft Bergisch Gladbach – Nir Oz [https://www.bgl-niroz.de/] setzt sich mit verschiedenen Projekten für sie ein. Noch ist Nir Oz unbewohnbar. Doch die Vereinsaktiven helfen beim Wiederaufbau mit.
Dokumentieren, was passiert ist – ohne zu verstören
Auf bewegende Weise zeichnet die Ausstellung den Tag nach, dessen Schrecken nicht endet. Dabei spart die Fotoauswahl besonders verstörende Anblicke aus.
Dass die Ausstellung 6:56 nach Köln und Bergisch Gladbach kommt, geht auf die Initiative des Vereins Solidaritätspartnerschaft Bergisch Gladbach – Nir Oz, des Ganey-Tikva-Vereins [https://ganey-tikva-verein.de/], der Volkshochschule Bergisch Gladbach [https://www.vhs-gl.de/] und der DIG Köln [https://koeln.deutsch-israelische-gesellschaft.de/] zurück.
Ihr Ziel: Interessierten das Ausmaß der Verwüstung aufzeigen – und auch Wege, dort wieder Leben entstehen zu lassen.
Ab 12.11. in Köln, ab 2.12. in Bergisch Gladbach: Hingehen!
Die Ausstellung 6:56 ist nacheinander in den Nachbarstädten Köln und Bergisch Gladbach zu sehen. Der Eintritt ist frei.
Die 37. Mahnwache für die Geiseln in Gaza verlief ruhig. Dies mag auch der Präsenz der Polizei geschuldet sein:
Da einige von den regelmäßigen MitdemonstrantInnen aktuell in Israel im Kibbuz Nir Oz sind, um dort konkret zu helfen, war die Gruppe etwas kleiner. Stattdessen waren aber Freunde aus Bonn, Köln und Wuppertal dabei.
Zwei interessierte PassantInnen haben sich spontan der Mahnwache angeschlossen.
Am Morgen hatten wir noch die Nachricht vom Fund vierer weiterer toter Geiseln erhalten, drei davon aus dem Kibbuz Nir Oz. Noch befinden sich ca. 110 Menschen in der Hand der Verbrecher.
Seit dem Horrortag des 7. Oktober 2023 setzen sich Angehörige der Gaza-Geiseln für die Freilassung der Opfer ein. In der Kritik steht vor allem die Regierung unter Benjamin Netanjahu. Die Angehörigen und andere Menschen in Israel setzen die Regierung unter Druck, wirksame Schritte zur sofortigen Freilassung zu unternehmen.
Unsere Freundin Efrat Machikawa aus dem Kibbuz Nir Oz zum Beispiel wartet auf die Freilassung ihres Onkels Gadi Moses. Jetzt hat sie mit anderen Betroffenen ein Buch veröffentlicht, um den Druck auf die israelische Regierung zu erhöhen. Gestern erreichte uns ihre Nachricht:
Aktuell befindet sich eine Gruppe von Volontären des GTV und Nir Oz Verein in Israel. Wir möchten helfen, den Kibbuz wiederherzustellen soweit dies möglich ist. Untergebracht sind wir im Kibbuz Magen, in unmittelbarer Nachbarschaft.