Mahnwache 87 - zwei Brüder seit 705 Tagen in Gefangenschaft

Bei unserer heutigen Mahnwache, zu deren Beginn wir wie gewohnt mehrfach mit „Free Palestine“ und der Frage, ob wir uns nicht schämen würden, begrüßt wurden, haben wir der 6 unschuldigen Opfer der Terrorattacke in Jerusalem gedacht. Bei diesem Terrorakt haben zwei palästinensische Terroristen am Montag wahllos in eine Menschenmenge an einer Bushaltestelle geschossen und sechs Menschen ermordet. Die israelische Polizei konnte die beiden Terroristen eliminieren.

Auch gedachten wir der 4 israelischen Soldaten, die ebenfalls am Montag in der Nähe von Gaza Stadt ermordet worden. Unter ihnen auch ein junger Mann aus der Bergisch Gladbacher Partnerstadt Ganey Tikva. Matan Abramovic wurde 21 Jahre alt. Möge sein Andenken ein Segen sein.

Die Zahl der israelischen Soldaten, die bei der Verteidigung ihres Landes und ihrer Familien seit dem 7. Oktober 2023 getötet worden, beläuft sich mittlerweile auf über 900.

Wir haben die Namen aller 48 Geiseln verlesen, die sich noch immer im Gazastreifen befinden. Seit 704 Tagen. 20-22 von ihnen sollen noch leben.

Die beiden Brüder Gali und Siv Berman, deutsche Staatsangehörige, sind seit 705 Tagen in der Hand von Terroristen im Gazastreifen. Heute haben sie ihren 28. Geburtstag, den zweiten in Gefangenschaft.

86. Mahnwache

Heute haben wir der beiden am letzten Wochenende nach Israel zurückgekehrten Geiseln Idan Shtivi und Idan Weiss gedacht. Beide waren schon am 7. Oktober 2023 von der Hamas ermordet und ihre Leichname nach Gaza verschleppt worden.

In einer von der israelischen Verteidigungsarmee koordinierten Aktion konnten die beiden Männer am vergangenen Wochenende nach Israel und zu ihren Familien zurückkehren. Endlich können die Familien nun Abschied nehmen und ihren Lieben ein würdiges Begräbnis ermöglichen.

Selbstverständlich gab es auch heute die üblichen Rufe von vorbeieilenden Passanten nach einem „freien Palästina“. Das bedeutet nichts anderes als der Ruf nach der Zerstörung Israels und der Auslöschung aller Juden. Heute war Polizei vor Ort und hat uns geschützt. Danke dafür.

Die 85. Mahnwache

Heute haben wir mit Unterstützung von Freunden aus Köln und dem Oberbergischen Kreis erneut die Namen der 50 Geiseln verlesen. Speziell gedacht haben wir heute an Dorin Atiyas, einer jungen 23-jährigen Frau, die am 7. Oktober von Hamas Terroristen auf dem Nova Festival Gelände erschossen wurde.

Sie stammte aus Ganey Tikva, der Partnerstadt von Bergisch Gladbach.

Am 7. Oktober hatte sie einen Job als Barkeeperin auf dem Festivalgelände übernommen und als die ersten Raketen fielen in den frühen Morgenstunden des 7. Oktober 2023, rief sie ihre Eltern an, um ihnen zu sagen, dass sie sich auf den Weg machen würde und dass sie sich keine Sorgen machen sollen.

Zu Hause ist sie jedoch nie angekommen, sie wurde abgeschlachtet von tollwütigen Barbaren am 7. Oktober 2023. Eine strahlende, positive junge Frau, die das Leben liebte.

Möge Dorins Name nicht vergessen werden und ihr Andenken ein Segen sein.

Schämt euch! Ihr Kindermörder! - Mahnwache 84

So wurden wir heute kurz nach Beginn unserer 85. Mahnwache mitten in der Bergisch Gladbach Innenstadt angepöbelt.

Der ältere Mann eilte vorüber, war zu keinem Gespräch bereit.

Wir haben heute an die sechs jungen Leute erinnert, die heute vor einem Jahr von den Terroristen erschossen wurden, kurz bevor die Soldaten der israelischen Verteidigungkräfte sie aus den Tunneln befreien konnten. Bis zu diesem Tag mussten die jungen Leute fast ein ganzes Jahr in einem winzigen Tunnel ohne Licht, ohne Wasser und Luft, ohne sanitäre Einrichtungen aushalten. Ihre Namen sind:

Hersh Goldberg-Polin, Alexander Lobanov, Eden Jeruschalmi, Ori Danino, Almog Sarusi und Carmel Gat.

Möge ihr Andenken ein Segen sein.

Wir werden sie nicht vergessen und weiter jeden Dienstag die Namen der Geiseln verlesen, bis alle in Sicherheit und zu Hause sind.

Offener Brief an Bundeskanzler Friedrich Merz

Der Ganey Tikva-Verein, unterstützt von 13 weiteren Organisationen, wendet sich in einem offenen Brief an den Kanzler der Bundesrepublik Deutschland, Herrn Dr. Friedrich Merz, um Unverständnis über die Einstellung von Waffenlieferungen an Israel zum Ausdruck zu bringen.

Der Brief steht hier zum Download bereit.